Landauf landab schließen immer mehr alteingesessene Fotofachgeschäfte, weil ihnen die modernen Medien und die Handy-Kameras das Leben schwer machen. Margareta Linke aus Forchheim hat ihren Laden, das ehemalige Fotohaus Engel in Forchheim schon vor längerer Zeit aus Altersgründen aufgegeben. 2025 hat sie mit ihrer Tochter Sigrid Mauser Kontakt zum Deutschen Kameramuseum aufgenommen und die letzten Gerätschaften dem Museum gespendet. Unser Bild entstand bei der Abholung durch Vorstandsmitglied Georg Klerner-Preiß.
Relikte aus der Blütezeit der Fotografie
Der Vater betrieb das Fotogeschäft Engel in Forchheim, kehrte aber nicht mehr aus dem zweiten Weltkrieg heim. Die Tochter heiratete und führte dann das Geschäft mit Studio, Fotolabor und Fotohandel weiter. Verschiedene dieser Gerätschaften wurden nach der Aufgabe des Betriebs noch jahrelang in der Privatwiohnung aufbewahrt, weil man sich von den ehemals oft sehr teuren Stücken nicht trennen konnte.
Besonders wichtig ist Margarete Linke dieses Erinnerungsbild aus ihrer Jugend: „Meine Schwester und ich. Wir waren knapp 20 Jahre jung. Da achtete man noch auf Lichtführung und Bildgestaltung und beim Ausarbeiten auf Kontrast und Papiergradation“. Das Bild behielt sie natürlich.
Aber jetzt, im Alter, wollte sie ihre letzten Geräte aus der Zeit des ehemaligen Fotogeschäfts Engel nicht einfach entsorgen, sondern suchte und fand im Deutschen Kameramuseum in Plech einen Abnehmer, der diese Überbleibsel aus der Blütezeit der Fotografie zu schätzen weiß.
Darunter waren Dunkelkammerartikel ebenso wie Messingobjektive für Aufnahme- und Projektionszwecke, Holzbildrahmen, Blitzpulver in Originaldosen, ältere Plattenkameras oder modernere Fotoapparate wie eine Kodak Retina, eine Braun Paxette und Spiegelreflexkameras aus dem Olympus-OM-System. Dazu Kleinteile und Foto-Literatur. Hier einige Geräte aus der Spende, die im Laufe der Zeit auf unserer Website noch ausführlich vorgestellt werden: