Rundgang

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Das Deutsche Kameramuseum in Plech

Museum von außen

Das Deutsche  Kameramuseum im oberfränkischen Plech, unweit der Autobahn A 9, Ausfahrt Plech, gelegen, ist mehr als die Sammlung alter Fotoapparate. Kurse, Workshops, Fotoausstellungen und Kamerabörsen ergänzen das Angebot. Wir sind barrierefrei zugänglich (Aufzug). Kostenlose Parkplätze auch für Busse direkt am Museum.

Zur detaillierten Besucherinformation

Bereits vor den Toren von Plech empfängt Sie ein prägnantes Wahrzeichen, von dem das Logo des Kameramuseums abgeleitet ist: Das Kamera-Kunstwerk auf dem Erdhügel des Plecher Kreisverkehrs am Eingang zum Gewerbegebiet Ottenhof in Sichtweite der Autobahn, der Märkte Rewe, Aldi & Co. sowie des Fastfood-Restaurants McDonald’s. 4,40 Meter hoch und 270 Kilogramm schwer ist diese Skulptur. 

Mehr zum Kamera-Kunstwerk.

Lageplan der Ausstellungsbereiche

  1. Kamerasaal mit den Schauvitrinen „Kamerageschichte“ und Sammlungen zu einzelnen Themen oder Firmen sowie dem Stereo-Schaukasten Rollei Heidoplast.
  2. = Abteilung Reprofotografie, Labor, Großgeräte, Bildersammlung.
  3. Original-Fotoladen der 1950er Jahre aus Ostfriesland.
  4. = Ausstellungsraum für die Bereiche Film und Projektion sowie seit 2020 weitere Fotoapparate.
  5. = Im Treppenhaus (links im Plan) befinden sich der Museumsshop, die Kasse und die Museums-Galerie, wo ständig Fotoausstellungen angeboten werden.
  6. Barrierefreier Zugang: Aufzug für Rollstuhlfahrer, Kinderwagen und Gehbehinderte.
  7. = Die Sanitäranlage mit Behinderten-WC.

Der Lageplan beschreibt recht schön die einzelnen Abteilungen. Die Ausstellung ist als Rundgang konzipiert: Man beginnt am Eingang zum Kamerasaal (1) mit den ersten Vitrinen, die die ältesten Kameras (19. und Anfang 20. Jahrhundert) beherbergen. Auch die meisten weiteren Vitrinen auf der linken Seite (vom Eingang aus gesehen) gehören zur „Zeitschiene“.

Die Vitrinen am Ende des Kamerasaals (rechts neben der Tür zum Ausstellungsraum 2) sowie auf der rechten Gangseite beherbergen unsere jeweiligen Sonderausstellungen sowie Dauerausstellungen zu einzelnen Herstellern oder Herstellungsländern. Dieser Raum ist inzwischen mit über 25 Vitrinen bestückt. Insgesamt bieten wir große und kleine Exponate in gut 50 größeren und etwa 25 kleineren Vitrinen!

Nach Besichtigung der Abteilung 2 (Repro, Labor, Großgeräte) und des Saals 3 (Fotoladen aus Ostfriesland), geht es an den Vitrinen an der Südseite des Kamerasaals (zwischen den beiden Türen) entlang in den Raum 4 (Kino und Projektion sowie weitere Fotokameras). Im Eingangsbereich ist ein Museumsshop eingerichtet, in dem man nach dem Museumsbesuch auch preiswert überzählige Teile zugunsten des Museums erwerben kann.

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Kamerasaal

Eigentlich ein 20 Meter langer und drei Meter breiter Gang vom Treppenhaus zu zwei früheren großen Klassenzimmern und einem kleineren Computerraum. 

In diesem hellen Gang zeigt eine Zeitschiene die rasante Entwicklung der Kameratechnik seit Erfindung der Fotografie auf und macht die Besucher mit Exponaten in Glasvitrinen chronologisch mit typischen Beispielen der jeweiligen Zeit vertraut. Zwei Vitrinen enthalten zum Beispiel herausragende Beispiele für Geräte zum Thema Stereofotografie und 3D vom guten alten Rollei-Heidoscop über die Nimslo 3D bis hin zum Bastelbogen für den Selbstbau eines Stereofotoapparats aus Karton. Darunter ein Exponat, das schon zu den erklärten absoluten Lieblingsstücken fast aller Besucher zählt: ein Planox-Heidoplast-Stereobildbetrachter von Franke & Heidecke (Rollei), der beweist, dass 3-D-Fotos keine Erfindung der heutigen Zeit sind, sondern schon in den Zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in den gutbürgerlichen Wohnzimmern für Begeisterung sorgten. 

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Ungefähr 50 (!) Vitrinen mit den stattlichen Ausmaßen von ungefähr 100 x 50 x 180 Zentimeter lassen – übersichtlich nach Jahrzehnten oder Themen aufgeteilt, die Meilensteine der deutschen und internationalen Kameraindustrie wieder aufleben.

Von der deutschen Agfa-Box bis zur schwedischen Hasselblad, von der legendären Leica bis zur billigen Pocket-Werbe-Kamera, von einer der ersten Spiegelreflexkameras Marke Voigtländer in der Größe zweier Schuhkartons bis zur berühmten James-Bond-Spionagekamera Minox sind viele bekannte und unbekannte Fotoprodukte im Original zu bestaunen.

Insgesamt sind im Museum ständig über 3.500 Fotoapparate zu bewundern – davon rund 2.000 alleine im sogenannten Kamerasaal. Mehrere Vitrinen sind jeweils Sonderausstellungen zu bestimmten Themen vorbehalten. Im früheren Projektoren- und Filmsaal sind jetzt auch neue Vitrinen mit weiteren Fotogeräten ausgestellt.

Ganz am Ende des Kamerasaals steht ein Schreibtisch aus den 1970er Jahren, um den herum – ziemlich originalgetreu – ein Arbeitsplatz eines Kameramechanikers entstand, wie er – Bild rechts – bei einem Fotografen in Pforzheim von 1981 bis 2007 in Betrieb war.

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Abteilung Reprofotografie, Labor, Großgeräte, Bildersammlung

Hier dominiert die Falz & Werner, eine 4,40 Meter lange Reprokamera aus Holz (Baujahr etwa 1928), den sieben mal zehn Meter großen  Saal, der auch weitere Großbild- und Studiokameras, Laborgeräte und diverse außergewöhnliche Geräte präsentiert wie die Linhof Kardan-Color mit dem Negativformat 18 x 24 cm.

Seit der Erweiterung sind in diesem Raum auch zwei große Vitrinen zu sehen, die an das 2018 aufgelöste Zeiler Photomuseum mit interessanten Exponaten aus der dortigen Ausstellung erinnern.

Auf sehr großes Interesse stoßen bei den Besuchern die Beispiele für Vergrößerungsgeräte aller möglichen Formate und andere Laborgeräte. Viele Besucher des Museums hatten oder haben zuhause selbst eine Laborausrüstung, andere hätten sie gerne gehabt, konnten diesen Teil ihrer fotografischen Träume aber – meist aus Platzmangel – nicht verwirklichen. Im Deutschen Kameramuseum finden Sie viele dieser Geräte wieder.

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Fotoladen anno 1956

Möbel und sonstiges Interieur eines ehemaligen Fotofachgeschäfts aus Rhauderfehn in Ostfriesland wurden vor einigen Jahren nach dem Tode des letzten Inhabers nach Plech verfrachtet und mit Originaldekorationen wieder neu aufgebaut. Und zwar einschließlich vieler der damals üblicherweise angebotenen Fotoartikel, der früheren Filmbestelltüten, Firmenstempel, Einkaufstüten aus Plastik, des Geschenkeinwickelpapiers und der Original-Leuchtreklamen. Man fühlt sich beim Betreten des Raumes sofort wieder wie „beim Photographen“ und nicht wie an der unpersönlichen technisierten Fototheke im heimischen Drogeriemarkt, wo man seine Digitalbilder selbst in den Printer übertragen muss.

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Abteilung Foto- und Filmkameras sowie Projektion

Hier werden über 250 Projektoren-Schätzchen aus fast 100 Jahren Fotogeschichte präsentiert. Dazu noch Hunderte von Filmkameras und Hunderte weitere Fotoapparate.

Ein ehemaliges Klassenzimmer mit rund 70 Quadratmetern Fläche wurde der Sammlung der Film- und Diaprojektoren, den sperrigen Epidiaskopen und den faszinierenden Filmkameras ab dem Jahr 1900 gewidmet. In einer sieben Meter langen Regalwand (links im Foto oben) werden über 250 Film- und Diaprojektoren, Schneidegeräte und andere Apparate zu diesem Thema präsentiert, der Crass-Trickfilmtisch ist mechanisch und elektrisch vorführfertig aufgebaut. 2012 kamen alleine 100 Leitz- und Leica-Projektoren in einem weiteren Projektorenregal hinzu.

Über 200 Filmkameras aller Formate – von 8-mm-Normalacht über Super 8 bis hin zu 16 mm – sind in einer großen Holzvitrine aus den 1930er Jahren im Kino- und Projektionssaal untergebracht. Zig hundert Kameras warten noch im Depot verstaut darauf, einmal das Licht einer Ausstellung zu erblicken.

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Treppenhaus / Eingangs- und Kassenbereich

11 jahre anna kasse

Im Eingangs- und Kassenbereich des Plecher Museums sind für Sammler von Photographica für kleines Geld viele Schnäppchen zu machen. Anna Borek (BIld), privat begeisterte Polaroid-Fotografin, kümmert sich gerne um die Bestückung des Shops mit doppelt vorhandenen Sammlungsobjekten. Verkauf wie gesehen und besichtigt, nur als Sammelobjekte ohne Gewährleistung auf Funktion oder sonstige Eigenschaften.

Blick in die Museums-Galerie im Treppenhaus. Hier werden je Jahr zwei bis drei Ausstellungen verschiedener Künstler und Fotorichtungen gezeigt. Besonders beliebt und informativ sind die Vernissagen, zu denen die Künstler meist persönlich zugegen sind. Eine interessante Abrundung des sonntäglichen Museumsbesuches.

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Das Museum ist barrierefrei zugänglich

Die Räume der Grundschule Plech und damit auch alle Räume des Kameramuseums sind  barrierefrei zu erreichen: Ein Außenaufzug wurde 2017 angebaut. Auch die WC-Anlage hat eine Kabine für Rollstuhlfahrer und Behinderte.

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Behindertengerechte Sanitäranlage

Die neuen Sanitärräume haben auch ein geräumiges Behinderten-WC, auch für Rollstuhlfahrer barrierefrei zugänglich.

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