Die Version S 4 war nur für den japanischen Markt bestimmt. Grundsätzlich ist sie eine S 3, die die letzte Messsucherkamera von Nikon war und von 1958 bis 1960 gebaut wurde. Die Nikon S 4 verwendet Kleinbildfilm 135 mit dem Aufnahmeformat 24 x 36 mm. Die Objektive haben das klassische Zeiss-Contax-Bajonett – hier bestückt mit dem interessanten Nikon W-Nikkor.C 1:4,0/2,5 cm, Seriennummer 403920, abblendbar bis 22, etwa 2.800 Exemplare. Dazu im Bild der passende Aufstecksucher („Viewfinder 2,5“).
Die S 3/4 ist mechanisch ähnlich wie die Nikon SP, abgesehen von einem vereinfachten Suchersystem. Der Sucher kompensiert keinen Parallaxenfehler, und die Rahmenlinien sind fest (eingeätzt), während er einen eingebauten Entfernungsmesser für 50 mm hat. Die S 4 hat aber keinen Motoranschluss wie die S 3. Das Museumsexemplar stammt aus dem Jahr 1959. Schlitzverschluss, abziehbare Rückwand mit einem Verriegelungs-Drehknopf und Filmmerkscheibe, Filmtransport-Schnellspannhebel, Rückspulkurbel, feste Filmspulenrolle, Umschaltring am Auslöseknopf für A (Betrieb) und R (Rückspulen), Verschlusszeitenwähler mit allen Zeiten auf einer Ebene. Die Seriennummern der S 4 reichen von 6500000 bis 6505900. Seltene frühe Exemplare haben Seriennummern der Nikon S 3 (630XXX).
Die hohen Preise der S 4 spiegeln ihre Seltenheit und ihren Wert für Sammler wider – nicht für Anwender, denn da gibt es attraktivere Versionen dieses Klassikers. Sie wurde nie offiziell ins Ausland exportiert und ist deshalb in Europa selten anzutreffen.
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