Balgengerät von Leitz Wetzlar für die Verwendung zusammen mit den Spiegelkästen Visoflex II und Visoflex III, produziert von 1961 bis 1980. Der Spiegelkasten macht eine M-Leica praktisch zu einer Spiegelreflexkamera. Dadurch werden, zusammen mit Zwischenringen oder einem Balgengerät, Nah- und Makroaufnahmen möglich. Das Balgengerät wird per M-Bajonett am Spiegelkasten montiert, es kann nach Lösen eines Sperrhebels um 90° geschwenkt werden. An der Objektivstandarte ist ein Gewinde M 65 vorhanden, an dem über verschiedenste Adapter Objektive angebracht werden können – im Bild ein Adapter für Schraubgewindeanschluss M 39.
Achtung: Das Balgengerät darf auf keinen Fall direkt am Kameragehäuse angesetzt werden, da der große Bajonettträger die Entriegelungstaste am Kameragehäuse verdeckt. Eine Trennung ist dann nicht mehr möglich.
Die Objektivstandarte ist über einen Zahntrieb stufenlos verstellbar, die maximale Auszugslänge beträgt 95 mm. Mit einer Objektivbrennweite von 90 mm lässt sich damit ein Abbildungsmaßstab von 1:1 realisieren. Für diese Brennweite ist an der Trägerschiene eine Skala angebracht, die für die jeweilige Position des Objektivs die Auszugslänge als Vielfaches der Objektivbrennweite (weiße Zahlen) und den erforderlichen Verlängerungsfaktor für die Belichtungszeit (rote Zahlen) angibt. Auf der gegenüberliegenden Seite der Schiene zeigt eine weitere Skala in grünen Zahlen die Auszugslänge in mm an. Das gesamte Balgengerät kann zum Fokussieren mit einem weiteren Zahntrieb vor und zurück bewegt werden. Im Sockel sind zwei Stativgewinde, 1/4 Zoll und 3/8 Zoll, vorhanden.
Hier ein Beispiel für eine aufnahmefertige Kombination: Leitz Visoflex III Spiegelkasten.