Sucherkamera für den Kleinbildfilm 135 (Aufnahmeformat 24 x 36 mm), hergestellt in der DDR ab 1956. Objektiv: Meyer-Optik Görlitz Trioplan 1:3,5/45 mm, manuelle Fokussierung. Eingebauter optischer Durchsichtsucher mit Bildfeldmarkierung für Nahaufnahmen (Parallaxmarken). Mechanischer Zentralverschluss Priomat (B, 1/30 bis 1/125 Sekunde), manuelle Belichtungssteuerung, Zweibereich-Schnappschuss- oder Rotpunkt-Einstellung (Blende 8; Abstand 5 Meter); automatischer Blendenrechner für Blitzaufnahmen. Anschlüsse für Drahtauslöser, Blitzsynchronkabel und Stativ (1/4″); Zubehörschuh. Im Museum mit Bereitschaftstasche, Anleitung, Garantieschein und Originalkarton. Das Museumsexemplar wurde laut Garantieschein am 23. Mai 1960 in der Foto-Optik Konsum-Genossenschaft in Bautzen verkauft.
Die Pentona ist eine Entwicklung des VEB Zeiss Ikon; die Kameraproduktion wurde aber 1957 dem VEB Kamera-Werke Niedersedlitz übertragen, obwohl die tatsächliche Herstellung weiterhin bei Zeiss Ikon stattfand, und 1959 in dem VEB Kamera- und Kinowerke (später Pentacon) zusammengefasst. Hierzu passt, dass Anleitung, Verkaufskarton und Bereitschaftstasche mit dem bekannten KW-Zeichen gemarkt sind; in Anleitung und Garantiekarte ist außerdem der „VEB Kamera- und Kinowerke Dresden“ angegeben. Leichtmetall-Druckgussgehäuse; eine technische Neuerung ist die Kamerarückwand, die aus Kunststoff im Spritzgussverfahren hergestellt wurde.