Plattenkamera mit patentierter Spreizenkonstruktion, hergestellt ab 1913. Manuelle Schärfeeinstellung, Holzkorpus mit Blechfront, die – aufgeklappt – gleichzeitig als Laufboden dient. Mechanischer Zentralverschluss, manuelle Belichtungssteuerung. Diese Kamera gab es für die Formate 6,5 x 9, 9 x 12 und 10 x 15 cm für Platten und Filmpacks; das Museumsexemplar nutzt Platten im Format 9 x 12 cm. Das Museumsexemplar besitzt ein Objektiv Nettel Doppel-Anastigmat Citonar 1:6,3/135 mm (Seriennummer: 404032 ); die Entfernungseinstellung geschieht durch Drehen eines verchromten Rändelrades (im Bild oben rechts auf dem Gehäuse). Die Entfernungsskala ist im Seitenteil darunter eingelassen. Mechanischer Zentralverschluss Compur (T, B sowie 1 bis 1/250 Sekunde); manuelle Belichtungssteuerung. Drahtauslöseranschluss; zwei Stativgewinde (3/8″). Tragegriff am Boden (!).
Aus einem zeitgenössischen Katalog: „Ausstattung: Camera-Kasten aus gut ausgetrocknetem Holz mit Saffianleder-Bezug. U-förmiges, schwarz emailliertes Objektiv-Vorderteil. Schwarzer Falten-Lederbalgen. Mattscheibe mit Lichtklappe. Handtragriemen. Rahmen- bzw. Glas-Sucher. Stativgewinde für Hoch- und Queraufnahmen. Objektiv bei 6,5 x 9 cm waagerecht, bei 9 x 12 und 10 x 15 nach allen Seiten verstellbar.“
Siehe auch: Contessa-Nettel Tropen Sonnet 6,5 x 9 cm.