Die „Werkstätte für Feinmechanik und Optik“ von Romain Talbot in Berlin-Charlottenburg wurde eigentlich schon 1855 als Handelsunternehmen in Paris gegründet. Talbot zog aber wegen des deutsch-französischen Kriegs 1870/71 bereits im Jahr 1870 nach Berlin um, wo er ab 1874 die Laterna magica „Sciopticon“ herstellte und eine eigene Kameraproduktion, später auch eine Objektivfertigung, aufzog. Bekannte Namen der Kameras sind Rombot, Errtee oder Eureka.
Talbot unterhielt auch eine Im- und Exportfirma und verkaufte unter anderem Fahrräder unter dem Markennamen Errtee. Die Deutschlandvertretung von Bolex kam hinzu, doch im zweiten Weltkrieg wurde 1943 der Betrieb zerstört. Romain Talbots Nachfolger Rolph-Robert Talbot verlegte den Firmensitz nach dem Krieg 1948 nach Plochingen beziehungsweise 1950 nach Stuttgart. Dort übernahm man die deutsche Vertretung für Eumig aus Österreich sowie Graflex (USA).