Frühes Modell der Akarette 0, einer Sucherkamera für Kleinbildfilm 135 der Apparate- und Kamerabau GmbH, Friedrichshafen (AkA) aus dem Jahr 1949. Das Gehäuse der Akarette-0-Modelle ist mit Kräusellack beschichtet und hat eine schwarze Frontplatte. Dieses frühe Modell (Akarette 0 a genannt) mit der Seriennummer 20381 ist mit einem Prontor-Verschluss ausgestattet mit den Belichtungszeiten 1 bis 1/200 Sekunde plus B, spätere Modelle (Akarette 0 b genannt) hatten die 1/300 Sekunde als kürzeste Belichtungszeit. Die Kamera ist mit einem Wechselobjektiv Schneider Kreuznach Radionar 1:3,5/50 mm (Seriennummer 2197577) bestückt. Das Gehäuse hat zwei Sucher für Objektive mit Brennweiten 50 und 75 mm, Doppelbelichtungssperre, Blitzkontakt, Bildzählwerk, Selbstauslöser und Zubehörschuh. Die Akarette 0 wurde bis 1952 gebaut.
Eine Besonderheit des Museumsmodells ist der gute Erhaltungszustand der Kamera. Dieses Modell wurde ansonsten in der Nachkriegszeit häufig als robustes “Arbeitspferd“ genutzt und entsprechend abgenutzt. Die Belichtungstabelle auf der Rückwand weist ebenso wie die gesamte Kamera kaum Gebrauchsspuren auf. Parallel zur Akarette 0 wurde das etwas teurere Modell Akarette I angeboten.