Sucherkamera für den Kleinbildfilm 135 (Aufnahmeformat 24 x 36 mm) mit Spreizenkonstruktion, Typ 2010. Objektiv: Agfa Anastigmat Igestar 1:6,3/5 cm, Newton-/Fernrohrsucher, mechanischer Zentralverschluss (25/50/100/B). Manuelle Belichtungssteuerung; ein Hebel („T“) an der Gehäusekappe ermöglicht in Kombination mit der Verschlusseinstellung „B“ Zeitaufnahmen. Gehäusekappe aus Trolit (Bakelit). Als erste Kleinbildkamera bot die Karat 1937 das einfache Filmeinlegen: Die Spezialpatrone hatte 12 Aufnahmen. Der Film lief von Patrone zu Patrone und musste daher nicht zurückgespult werden. Das einfachste Modell dieser „Volkskamera“ mit der hier gezeigten 1:6,3-Optik kostete 35 RM. Varianten mit 1:4,5- und 1:3,5-Objektiv folgten. Nur die Karat 6,3 von 1937 hatte die Art-déco-Frontplatte. Diese Version hat rund um das Objektiv eine gelbe Beschriftung.
Interessant:
Ein Blick ins Kameragehäuse lohnt sich bei diesem Modell besonders: Das „T“ nach der Seriennummer weist die Kamera als sogenannte „Tropenausführung“ aus: „BG 8290 T“. Die Deck- und Bodenplatte aus Bakelit war für den Einsatz in feuchtheißen Gebieten besser geeignet als die Vollmetall-Modelle.