Konishiroku Konica I Modell C: Konicas erste Kleinbildkamera

Konishiroku Konica I Modell C
Bild: Lutz Steinfurth

Mit der Konica I betrat Konishiroku die Welt der 35-mm-Fotoapparate. Sie wurde aus dem Ende der 1930er-Jahre erdachten Prototyp „Rubikon“, der während des Zweiten Weltkrieges als Röntgenkamera genutzt wurde, weiterentwickelt. So richtig überzeugt war man nicht, denn bis 1960 produzierte Konishiroku parallel noch Mittel- und Großformatkameras.

Die Konika I Messsucherkamera (ohne Parallaxenausgleich) aus schwarz beledertem Metall wurde ab 1947 von Konishiroku in verschiedenen Variationen produziert. Eine gewisse Anlehnung an die Leicas ist erkennbar. Das Museumsexemplar Modell C besitzt die frühe Seriennummer 19602 und wurde ab 1948 hergestellt. Das Sucherfenster hat keinen Leuchtrahmen.

Zum Vorspulen muss ein vertieft angebrachter Knopf rechts neben dem Suchereinblick gedrückt und der Vorspulknopf eine Runde gedreht werden. Eine Doppelbelichtungssperre gibt es nicht. Das Öffnen der Rückwand (Scharnier) erfolgt über einen großen Drehknopf auf der Unterseite, der dann niedergedrückt werden muss. Das Stativgewinde ist auf dem Boden seitlich angebracht. Die Kamera ist mit „Made in Occupied Japan“ im Leder auf dem Boden beschriftet. Im Inneren ist eine zweite sechsstellige Nummer (934093) angebracht, deren Bedeutung aber nicht geklärt ist.

Das 50-mm-Objektiv ist fest eingebaut und versenkbar

Das Objektiv ist ein Konishiroku Hexar 1:3,5/50 mm (Seriennummer 25032), nicht auswechselbar und einschiebbar. Der Konirapid-Verschluss (Seriennummer 811158) hat T, B, 1 bis 1/500 Sekunde mit Drahtauslöseranschluss und muss separat gespannt werden. Erst mit der Konica III wurde dies geändert. Auf dem Objektivring ist eine Skala zum Ablesen der Tiefenschärfe graviert. Keine Angabe Meter oder Feet, nur Zahlen. Im Unterschied zu Leitz, Nikon und anderen Messsucher-Produzenten waren Wechselobjektive kein Thema.

Nettes Gimmick: Ist der Zentralverschluss nicht gespannt, erscheint ein Hebel im Sucherfenster.

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Erstellt: 14.08.2026

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Objektdaten

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ID Sammlung Kurt Tauber
103563
Fotoapparate analog Kategorie/Typ
Kleinbildkamera, Kleinbildsucherkamera, Messsucherkamera
Firma / Produktion
Land / Produktion
Japan
Fotografischer Film / Konfektion (Foto)
Kleinbild 135
Negativformat fotografischer Film
24 x 36 mm
Filmtransport
manuell
Entfernungsmesser
ja
Belichtungsmesser
nein
Belichtungssteuerung
manuell
Objektiv-Anschluss
Objektiv fest eingebaut
Lichtstärke (bei Festbrennweite)
1:3,5
Festbrennweite (mm)
50
Kleinste Blende
22
Fokussierung
manuell
Bildstabilisator Kamera
nein
Verschlusstyp
Zentralverschluss
Verschluss manuelle Belichtung
T + B
Verschluss längste Zeit
1 s
Verschluss kürzeste Zeit
1/500 s
Blitz
kein Blitzanschluss
Datenrückwand
nein
Produktionszeitraum ab
1947
Produktionszeitraum bis
1951
Entstehungszeitraum Dekade
1945-1950
Gehäusematerial
Metall (Alu, Messing, Guss usw.), Belederung
Abmessungen (ca. in cm)
13,5 x 7,5 x 5 (mit eingeschobenem Objektiv)
Gewicht (g)
584
Museumsobjekt Seriennummer
19602
Museumsobjekt Zugangsdatum Jahr
2026
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