Diese legendäre Großformatkamera (Seriennummer 67720) aus dem Hause Linhof in München war von 1956 bis 1964 im Programm. Die Seriennummern der Super Technika IV begannen bei 62501. Ab 70500 wurde das Gehäuse etwas verändert. Die Technika-IV-Modelle hatten üblicherweise eine hellbraune Belederung wie das Museumsexemplar. Die Besonderheit: Die Kamera kam zu uns als komplette Ausrüstung im farblich passenden braunen Lederkoffer mit Handgriff, angebautem Entfernungsmesser, Mattscheibeneinsatz, 9 Plattenmagazinen, einem Rollfilmmagazin von 1978 und zwei Objektiven: einem Schneider-Kreuznach Technika Super-Angulon 1:8/90 mm (Seriennummer 6087095) im Verschluss Synchro-Compur und einem Voigtländer Technika-Apo-Lanthar 1:4,5/15 cm (Seriennummer 5901182) im Synchro-Compur-Verschluss. Dabei Zubehör wie Gegenlichtblende und Filter sowie zwei der roten „Linhof-Siegel“ und die Drucksachen „Linhof Kurzlektionen“ und „Linhof 70 Jahre im Dienst der Fotografie“.
Die Super Technika besitzt einen gekuppelten Entfernungsmesser
Der Hauptunterschied zwischen der Linhof Super Technika und anderen Linhof Technika-Modellen (wie der Technika V, Studienkamera oder Standard) ist der eingebaute, gekoppelte Entfernungsmesser. Die Super Technika ermöglicht präzises Fokussieren über den Sucher, während frühe oder Basis-Technikas oft nur über die Mattscheibe scharfgestellt werden.
Weitere Eigenschaften:
Die verschiebbaren Unendlichkeitsanschläge auf der Fokussierschiene erleichtern die Verwendung verschiedener Objektive. Das verbesserte Graflok- oder internationale Rückwanddesign erleichtert die Verwendung von 120er-Filmrückwänden oder Polaroid-Rückteilen. Verwendung des Entfernungsmessers für Objektive von 75 bis 360 mm. Spätere IV-Modelle verfügen über einen abnehmbaren Zubehörschuh. Unterhalb des Schuhs befindet sich ein Stativgewinde, das man abschrauben kann. Damit lässt sich die Kamera für besonders starke Weitwinkelaufnahmen kopfüber montieren.