Rollfilmkamera, Format 6 x 9 auf Rollfilm 620, hergestellt Ende der 1940er-/Anfang der 1950er Jahre von der Firma M. I. O. M. (Manufacture d´ Isolants et d´ Objets Moules in Vitry-sur-Seine, Frankreich). Diese Firma produzierte eigentlich gegossene Produkte und kam wohl über das Bakelit zu den Kameras. Dieses Museumsmodell ist ausgerüstet mit dem Fixfokusobjektiv Boyer Paris Serie VIII, ohne nähere Angaben. An der Rückwand-Innenseite ist die Schärfentiefe 2,75 Meter bis unendlich angegeben, was einer hyperfokalen Entfernung von 5,50 Metern entspricht. Daraus und anhand der Abmessungen ergibt sich eine Brennweite von rund 85 mm. Zwei wählbare Lochblenden mit 6 mm und 3 mm Durchmesser entsprechen somit Blende 14 bzw. 28. Der Einfachverschluss arbeitet mit 1/25 Sekunde oder 1/100 Sekunde sowie T. Die gesamte Objektiv-Verschluss-Einheit wird über ein grobes Schneckengewinde in Aufnahmeposition gebracht. Im Auslöseknopf ist ein Drahtauslösergewinde vorhanden, im Boden ein Stativgewinde 3/8 inch.