Pocketkamera für den Pocketfilm 110 (Aufnahmeformat 13 x 17 mm), hergestellt bei Minolta in Japan ab 1980. Objektiv: Rokkor 1:5.6/26 mm (Dreilinser), in drei Stufen nach Piktogrammen manuell fokussierbar. Die Bedeutung der Piktogramme wird auf dem Kameraboden tabellarisch dargestellt: „Gebirge“ (ab zehn Meter), „Ganze Person“ (drei Meter) und „Portrait“ (1,5 Meter) Distanz. Heller, klarer Durchsichtsucher ohne Leuchtrahmen. Mechanisch gesteuerter Zentralverschluss; einzige Verschlusszeit 1/200 Sekunde. Zur Belichtungssteuerung der Kamera gibt es widersprüchliche Hinweise: Einerseits werden Blende und Belichtungszeit als feste Größen beschrieben. Andererseits gibt es ein optisches (rote LED im Sucher) und ein akustisches Warnsignal bei der Gefahr einer Unterbelichtung; es werden also die Belichtungsverhältnisse gemessen. Integriertes Elektronenblitzgerät, manuell zuschaltbar, mit Blitzbereitschaftsanzeige; Einsatzbereich des Blitzes bei Filmmaterial mit 100 ASA Empfindlichkeit: 1,2 bis 2,5 Meter, bei 400 ASA 1,4 bis 4 Meter. Wenn der Blitz aktiviert ist, fährt er etwa 1,5 cm aus dem Gehäuse heraus, um den Abstand zum Objektiv zu vergrößern und den Rote-Augen-Effekt zu verringern. Filmtransport durch einen Schieber im Kameraboden. Die Kamera ist sogar mit einer Seriennummer versehen: 1389668. Kordel zum Umhängen. Im Museum mit zugehörigem Kunstlederetui.