Eine der in Sammlerkreisen meistunterschätzten Kameras: die vollautomatische Kleinbild-SLR Minolta X-700 (1982), von Minolta damals beworben als „Perfektion einer Kamerageneration“. Die X-300 war als preiswerte Einstiegsmodell gedacht, die X-500 wendete sich an „Fortgeschrittene“. War in Schwarz und mit silberner Oberkappe lieferbar. Die X-700 wurde übrigens bei ihrer Vorstellung „Europäische Kamera des Jahres“.
Die Details:
Elektronisch gesteuerte Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit Belichtungsautomatik „MPS“ („Minolta Program System“). Belichtungssteuerung: Programmautomatik („P“), Zeitautomatik („A“) und manuelle Einstellung mit Belichtungsmessung („M“). Minolta-SR-Bajonett, Kupplungselemente für Offenblende-lnnenmessung und Sucheranzeigen-Eingabe und automatische Blendensteuerung als Voraussetzung für Programm- und Zeitautomatik mit Minolta MD-Objektiven, bzw. nur für Zeitautomatik mit MC-Objektiven und anderen Minolta SR-Objektiven und Zubehörteilen. Druckknopf für Schärfentiefenkontrolle und für Gebrauchsblendemessungen mit anderen Objektiven als MD oder MC (Standardobjektiv: MD 1:1,7/50 mm). Horizontal ablaufender Schlitzverschluss; elektronisch gesteuerte Zeiten, stufenlos, von 1/1.000 Sekunde bis 4 Sekunden bei Automatik oder stufig von 1/1.000 bis 1 Sekunde und B bei Manuell-Einstellung.
Integral-mittenbetonte Messung durch das Objektiv mit Silizium-Fotodiode an der Rückseite des Pentaprismas; Offenblendeprinzip für normale Sucheranzeige, Gebrauchsblendeprinzip für Programm- und Zeitautomatik sowie für Messung und Einstellung mit abgeblendetem Objektiv. Weitere Silizium-Fotodiode hinter Optik an der Seite des Spiegelkastens für Messungen auf der Filmoberfläche (durch die Gebrauchsblende) während der Belichtung für die Steuerung der Blitzleuchtdauer. Filmempfindlichkeiten: ISO 25/15° bis ISO 1600/33°. Dreifach beschichteter, groß dimensionierter Rückschwingspiegel. Fest eingebauter Pentaprismensucher.
Einstellscheibe mit regelmäßiger Mikro-Wabenlinsenstruktur und Fresnellinse; horizontal orientierter Schnittbildindikator, umgeben von einem Mikroprismenring – im Minolta-Service austauschbar gegen die Einstellscheiben Typ P 1, P 2, Pd, M, G, L, S oder N. Außerhalb des Sucherbildfeldes sichtbar: Funktionsanzeige (P A, M); Verschlusszeitenskala (1 bis 1.000) mit LED-Anzeige; dreieckige LEDs blinken mit 4 Hertz zur Warnung bei Über- und Unterschreitung des Bereichs. Eingestellte Blende der MD- und MC-Objektive sichtbar. Batterieprüfung durch Aufleuchten irgendeiner Sucher-LED beim Berühren oder Andrücken des Auslösers. Mit 4 Hertz blinkende Warn-LED bei manueller Belichtungseingabe.
Anschluss für elektrische Fernauslösung. Blitzsynchronisation: X-Synchronisation über Kabelanschluss und Mittenkontakt im Aufsteckschuh; Elektronenblitzgeräte mit 1/60 Sekunde oder längeren Zeiten (stufig oder stufenlos) und B synchronisiert; Blitzbirnchen mit 1/15 Sekunde oder längeren Zeiten synchronisiert. Filmtransport: manuell oder über die eingebaute Mitnehmerkupplung mit dem Motor-Drive-1 oder Auto-Winder-G. Selbstauslöser: Elektronisch gesteuert; 10 Sekunden Verzögerungszeit.
Weiter Ausstattung: Akustische Langzeitwarnung (piezoelektrisch, 4 Hertz) für Verschlu8zeiten ab 1/30 Sekunde und länger beim Berühren oder Andrücken des Auslösers (mit Hauptschalter in entsprechender Position). Vorne angebauter Haltegriff. Auswechselbare Rückwand mit integriertem Haltegriff, Memohalter und DlN/ASA-Vergleichstabelle. Abmessungen und Gewicht: 51,5 x 89 x 137 mm; 505 Gramm (ohne Objektiv und Batterien). Energieversorgung: 2 x Knopfzellen 1,5-Volt-Alkali-Mangan (LR 44) oder 2 x Knopfzellen Silberoxid (SR 44) oder eine 3-Volt-Lithium-Batterie (CR-1/3 N) im Kameraboden versorgen die gesamte Elektronik.
Zubehör: Auto-Electroflash 280 PX, Auto-Electroflash Macro 80 PX (Set), Motor-Drive-1, Auto-Winder-G, Power-Grip-2, drahtlose Fernsteuerung IR-1 N (Set), SR-Wechselobjektive MD, MC und weitere Minolta-Objektive und entsprechendes Zubehör des Minolta Spiegelreflex-Systems.
Objektiv an der Museums-X-700: Minolta MC Macro Rokkor-QF 1:3,5/50 mm.