Die Nikon S 3, gebaut von 1958 bis 1960 in Japan in 12.310 Exemplaren, wurde als preisgünstigere Alternative zur Nikon SP entwickelt. Die Nikon S 3 verwendet Kleinbildfilm 135 mit dem Aufnahmeformat 24 x 36 mm. Die Objektive haben das klassische Zeiss-Contax-Bajonett, auch Nikon S-mount genannt (siehe Bild). Die S 3 entspricht mechanisch der SP, abgesehen von einem vereinfachten Suchersystem. Der Sucher kompensiert keinen Parallaxenfehler, und die Rahmenlinien sind fest eingeätzt; zudem verfügt er über einen eingebauten Entfernungsmesser für 50 mm. Der Serienstart war im März 1958, das Museumsexemplar stammt aus diesem Jahr. Horizontal laufender Tuchverschluss. Abziehbare Rückwand mit einem Verriegelungs-Drehknopf und Filmmerkscheibe, Filmtransport-Schnellspannhebel, Rückspulkurbel (für einen Film mit 36 Bildern werden weniger als 20 Sekunden benötigt), feste Filmspulenrolle, Umschaltring am Auslöseknopf für A (Betrieb) und R (Rückspulen), Motoranschluss (für Antrieb S 36), Verschlusszeitenwähler mit allen Zeiten auf einer Ebene, der sich mit dem Nikon-Belichtungsmesser mechanisch koppelt, Wählfenster für die Blitzsynchronisation, Selbstauslöser, Bildzählwerk mit Filmtypanzeige und am Kameraboden eine Filmmerkscheibe.
Zirka 12.310 Kameras wurden produziert (Start Seriennummer 6300001), davon etwa nur 250 in Schwarz, die heute entsprechend teurer sind als die in Chrom.
1964 wurde anlässlich der Olympischen Sommerspiele in Tokyo eine schwarze S 3 Sonderedition von 2.000 Exemplaren, heute als Nikon S 3 Olympic (Start Seriennummer 6320001) bekannt. Diese mit Titanfolienverschluss und anderen Merkmalen der Nikon F.
Im Jahr 2000 betrat die Nikon S 3 Millenium Edition mit 8.000 Exemplaren in Schwarz und 2.000 in Chrom noch einmal die Bühne.
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