Nikon SP (1957) mit Reflex Housing Typ II und Nikkor-Q 1:4,0/25 cm •

Nikon SP mit Reflex Housing und Nikkor-Q 1:4/25 cm
Bild: Kurt Tauber

Wieder so ein Meilenstein der Fototechnik aus Japan: die Nikon SP (S steht für S-Bajonett und P für Professional), zu ihrer Zeit die beste Kleinbild-Sucherkamera weltweit. Das Nikon-S-Bajonett war kompatibel zum klassischen Contax-Bajonett. Die Nikon SP, 1957 erschienen, war die Grundlage für die Entwicklung des Spiegelreflex-Gehäuses der Nikon F.

Titanschlitzverschluss, ansetzbarer Motor und koppelbarer Belichtungsmesser

Ausgestattet ist die SP mit einem Verschluss aus Titanfolie. Großzügiger Sucher mit sechs Brennweiten, Motoranschluss, griffiger Verschlusszeitenwähler mit allen Zeiten auf einer Ebene, der sich mit dem Nikon-Belichtungsmesser mechanisch koppelt, Wählfenster für die Blitzsynchronisation, Selbstauslöser, Bildzählwerk mit Filmtypanzeige und am Kameraboden eine Filmmerkscheibe. Der Serienstart war im September 1957. Eingebauter Entfernungsmesser mit echten Weitwinkelsuchern für 28 mm und 35 mm, einschaltbare Bildrahmen.  Die Kamera wurde zuerst mit einem Tuchschlitzverschluss, bald jedoch mit einem Rollo aus Titanfolie ausgestattet. Abziehbare Rückwand mit einem Verriegelungs-Drehknopf und einer Filmmerkscheibe; Filmtransport-Schnellspannhebel, Rückspulkurbel (für einen Film mit 36 Bildern werden weniger als 20 Sekunden benötigt), feste Filmspulenrolle, Umschaltring am Auslöseknopf für A (Betrieb) und R (Rückspulen).

Auf der Oberseite ist das Markenlogo „Nippon Kogaku Tokyo“ eingraviert. Insgesamt etwa 22.400 Kameras wurden produziert, auch zum Teil in Schwarz.

Besonderheit dieses Museumsexemplars: das seltene „Reflex Housing“

Wie beim deutschen „Ideengeber“ Leica aus Wetzlar gab es auch von Nikon einen Spiegelkasten für die Messsucherkameras, um langbrennweitige Objektive genau einstellen zu können. Hier im Bild das „Reflex Housing Typ II“ (Seriennummer: 471558) mit dem 45-Grad-Sucher (Seriennummer: 67497) und mit dem Teleobjektiv Nikkor-Q 1:4/25 cm, einem (Code: „Q“) Vierlinser mit der Seriennummer 272416.

Übrigens besitzt der Spiegelkasten einen „Ausgang“ für einen speziellen Drahtauslöser, der mit dem Auslöser der Kamera verbunden werden kann. Somit benötigt man keine zwei Drahtauslöser, die synchron bedient werden müssen, sondern es genügt ein einziger Impuls.

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Weitere Informationen
Erstellt: 05.04.2026 - Letzte Aktualisierung: 05.04.2026

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Objektdaten

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ID Sammlung Kurt Tauber
102696
Fotoapparate analog Kategorie/Typ
Einäugige Spiegelreflex (SLR), Kleinbildkamera
Firma / Produktion
Land / Produktion
Japan
Fotografischer Film / Konfektion (Foto)
Kleinbild 135
Negativformat fotografischer Film
24 x 32 mm
Filmtransport
manuell, Motor als Zubehör
Entfernungsmesser
ja
Belichtungsmesser
nein
Belichtungssteuerung
manuell
Wechselobjektiv an Kamera
Nikon Nikkor-Q 1:4,0/25 cm Seriennummer 272416
Objektiv-Anschluss
Nikon/Contax S
Fokussierung
manuell
Bildstabilisator Kamera
nein
Verschlusstyp
Schlitzverschluss
Verschluss manuelle Belichtung
T + B
Verschluss längste Zeit
1 s
Verschluss kürzeste Zeit
1/1000 s
Blitz
Zubehör mit Kabelkontakt
Datenrückwand
nein
Produktionszeitraum ab
1957
Produktionszeitraum bis
1965
Entstehungszeitraum Dekade
1950-1960
Produktionsstückzahl
22.400
Gehäusematerial
Metall (Alu, Messing, Guss usw.), Belederung
Museumsobjekt Baujahr
1957
Museumsobjekt Seriennummer
6207609
Museumsobjekt Zugangsdatum Jahr
2026
Spender
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