Der Pathéorama-Diaprojektor namens Cocorico der Firma Pathé-Cinéma Paris wurde ab 1926 vertrieben und konnte anfangs nur zusammen mit dem hier eingeschobenen Diabetrachter genutzt werden. Dieses Modell ist bereits elektrisch beleuchtet und dürfte ab 1930 in den Handel gekommen sein. Spätere Modelle verwendeten wahlweise auch 35-mm-Standardbildstreifen mit beidseitiger Perforierung, während Pathé anfangs den 35-mm-Film mit nur einseitiger Perforation hatte patentieren lassen, um Nachahmer abzuhalten.
Angesichts des unglaublichen Erfolgs des Pathéorama und um die Produktion der 35-mm-Filmstreifen weiterzuentwickeln (mehr als 350 Filme wurden für das Pathéorama vermarktet), führte Pathé die Laterna Magica Cocorico ein, in der das Pathéorama platziert werden konnte. Der Betrachter, anfangs aus Pappmache, kostete übrigens 10 Francs, die Filmstreifen jeweils etwa 5 Francs. Der kleine Blechprojektor war auch für den späteren Ganzmetall-Pathéorama-Betrachter konzipiert. Die ursprüngliche Netzspannung betrug 110 Volt – wie meist in Frankreich – und die Lampe hatte 50 Watt, spätere Modelle besaßen 100 Watt. Auch ein besseres Objektiv wurde angeboten. Heute begehrte Sammlerstücke.
Das französische Wort „Cocorico“ bedeutet auf Deutsch lautmalerisch „Kikeriki“ (der Ruf des Hahns). Als Filmtitel ist die Komödie in Deutschland unter dem Namen „Oh la la – Wer ahnt denn sowas?“ (2024) bekannt.