Ein äußerst seltenes und damit interessantes Objekt im Deutschen Kameramuseum: das Birnchenblitzgerät R-F-T 3220. Es kam in einem großen Karton mit Kameras, Objektiven, Drahtauslösern, Blitzbirnchen, Selbstauslösern, Filtern, Trageriemen und anderem Foto-Krimskrams zu uns und wurde anfänglich als „verschrammte Taschenlampe aus DDR-Produktion“ aussortiert. Das Blechteil wäre schon fast entsorgt worden, hätte nicht DDR-Fototechnik-Fachmann Andreas Pietrucha das unscheinbare schwarze Kästchen genauer betrachtet und erst einen Stativanschluss und dann noch einen Blitznippel (im Bild oben links) entdeckt. Ein Blick in das Innere der vermeintlichen Taschenlampe brachte die Gewissheit: Das war ein aus der Not geborenes, gewerblich hergestelltes Blitzgerät, vermutlich ein Umbau der noch reichlich vorhandenen Militärtaschenlampen.
Ein ähnliches Set wurde ab 1954 vom VEB Glühlampenwerk Eisenach als Fotoblitz-Leuchte FL-1 verkauft. Dabei waren dann noch ein größerer Blitzreflektor, Kabel und Adapter-Fassungen sowie eine Prüflampe.