Sucherkamera mit Federwerkmotor für den Kleinbildfilm 135 (Aufnahmeformat 24 x 24 mm), hergestellt von Otto Berning & Co., Düsseldorf, von 1939 bis 1952. Im Unterschied zur Robot II, Version 25, die mit einem Aufzug 25 Aufnahmen schafft, ermöglicht das größere Federwerk dieses Modells 50 Aufnahmen einschließlich Filmtransport und Spannen des speziellen Rotationsverschlusses. Zeiten von 1/500 Sekunde bis 1/2 Sekunde sowie B. Der Universalsucher besitzt Parallaxenausgleich. Einen weiteren Suchereinblick gibt es von der Schmalseite, umschaltbar mit einem kleinen Hebel auf der Oberseite.
Der Robot (wie die Fachleute sagen – nicht: die Robot) kann dank seiner sinnreichen Farbpunkteinstellung an den Objektiven in Verbindung mit der ausgedehnten Schärfentiefe der kurzbrennweitigen Objektive einen eingebauten Entfernungsmesser durchaus entbehren. Grundlage ist das Prinzip der hyperfokalen Entfernung (HE). Stellt man ein Objektiv darauf ein, so wird ab der halben HE bis unendlich alles scharf abgebildet. Die Farbe der Punkte ist bestimmten Blendenwerten zugeordnet. Dieses Exemplar – es gibt Wechselobjektive mit einem speziellen 26-mm-Schraubgewinde – ist mit dem Schneider-Kreuznach Xenar 1:2,8/38 mm mit der Seriennummer 2836683 ausgerüstet. Blendenbereich 2,8 bis 16, kürzeste Einstellentfernung 0,5 Meter.
Späterer Umbau aus dem Luftwaffen-Robot?
Dieses Museumsmodell (Seriennummer B 53943) weist einige Besonderheiten auf. Für die deutsche Luftwaffe wurde der Robot II in schwarzer Ausführung gefertigt, in der Regel gekennzeichnet durch ein „F“ vor der Seriennummer, jedoch nicht immer. Nach dem Krieg bot Robot einen Umbau solcher Luftwaffenversionen an, wobei die schwarze Deckkappe einschließlich Bedienelemente durch verchromte Teile ausgetauscht wurde; die schwarze Bodenplatte blieb jedoch erhalten. Möglicherweise trifft dies auf das Museumsmodell zu. Außerdem ist sowohl am Gehäuse als auch am Objektiv eine Inventarnummer eingraviert.
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