Ein Kameraobjektiv des Münchener Herstellers G. Rodenstock mit vier Linsen in zwei Gruppen in einem pneumatisch gesteuerten Verschluss der Marke Unicum des US-amerikanischen Herstellers Bausch & Lomb, Rochester. Das Objektiv Hemi-Anastigmat wurde ab 1905 hergestellt und ist etwa 30 mm hoch, der Tubus hat einen Durchmesser von 31 mm. Die größte Blendenöffnung ist 7,2, die kleinste Blende 44. Der Verschluss bietet neben T und B Belichtungszeiten von 1 bis 1/100 Sekunde, er ist luftgebremst. Er hat zwei Verschlusslamellen und trägt schon wegen seines Aussehens seinen Namen nicht zu Unrecht. Das lateinische Wort „unicum“ bedeutet „einzigartig“. Die pneumatische Steuerung erfolgt über den von vorn gesehen rechten Zylinder. Bei dem Museumsexemplar fehlt der linke Zylinder, der aber nur dazu dient, über einen Gummischlauch mit Blasebalg („Bulb“) den Verschluss fernauszulösen.