Aufsteckbarer optischer Belichtungsmesser für einige Modelle der Kamera Voigtländer Brillant aus dem Zeitraum 1937 bis 1951. Er wird auf die Sucherlinse aufgesteckt. Je nach Helligkeit des Bereichs, der fotografiert werden soll, zeigt der Belichtungsmesser eine Anzahl weißer Punkte an, die kreisförmig neben Zahlen angeordnet sind. Der letzte erkennbare weiße Punkt neben der höchsten Zahl ist maßgeblich: Diese Zahl wird in der Belichtungstabelle gesucht, dort werden dazu die passende Blende und Belichtungszeit angegeben.
Das klingt bequem und einfach, ganz so einfach ist es aber nicht: Das Gerät misst nur wenige Sekunden lang genau und nur nach vorheriger Aktivierung. Zunächst muss der Belichtungsmesser an einer hellen Lichtquelle (je nach Situation Sonnenlicht, Taschenlampe, notfalls sogar ein Streichholz) fünf Sekunden lang „erregt“ werden, so bezeichnet es die Firma Voigtländer in ihrer Anleitung. Danach bleibt ein Zeitraum von weiteren 20 Sekunden, um den Belichtungsmesser auf die Sucherlinse zu stecken, das gewünschte Objekt anzuvisieren und den Messwert abzulesen. Die Tabelle bezieht sich allerdings auf eine Filmempfindlichkeit von 18 DIN bzw. 50 ASA. Wählt man eine andere Filmempfindlichkeit, muss umgerechnet werden. Und wo wir gerade beim Umrechnen sind: Bei Kunst- oder Gegenlicht sind ebenfalls die Grundrechenarten gefordert.
Siehe auch: Voigtländer Brillant (Voigtar 9,0 Metallgehäuse).