Zeiss Ikon Monokular 8 x 30 B (als Teleobjektiv-Ersatz)

zeiss fernrohrvorsatz 8x30b
Bild: Kurt Tauber, Pegnitz

Eine eher kuriose Lösung für Teleaufnahmen bestand in den 1950er bis 1970er Jahren darin, Monokulare (also gewissermaßen halbe Fernstecher) mittels Adapterring oder direkt vor das Normalobjektiv einer Spiegelreflexkamera zu schrauben. Dass sogar renommierte Firmen wie Carl Zeiss diese Optik-Krücken im Programm hatten, verwundert heute doch etwas.

Der hier vorgestellte „Fernrohrvorsatz“, wie er in der Bedienungsanleitung bezeichnet wird, wird direkt in das Filtergewinde einer Contaflex-Kameras eingeschraubt und bringt eine achtfache Vergrößerung – sogar ohne Vignettierung, wie sie bei anderen Behelfslösungen nicht selten zu beobachten war. Offenbar sind die Zeiss-Optiken sehr genau aufeinander abgestimmt. Aus einem 50-mm-Normalobjektiv wird also ein Teleobjektiv mit 400 Millimetern Brennweite und einer Lichtstärke von etwa 1:14.

Der Preis des Fernrohrvorsatzes (das man natürlich auch als normales Monokular benutzen konnte) betrug in den 1960er Jahren: 299 DM, der lederne Köcher kostete 28,50 DM.

Unten zwei Originalaufnahmen mit dem Zeiss-Fernrohrvorsatz. Kostenloser Download einer vierseitigen Kurzanleitung hier.

Objektdaten

Objektive Kategorie/Typ
Teleobjektiv
Marke
Zeiss Ikon, Deutschland
Firma/Produktion
Zeiss Carl, Oberkochen, Deutschland
Objektiv für Kameratyp
Kleinbild
Verschluss im Objektiv
Nein
Fokussierung
manuell
Bildstabilisator Objektiv
Nein
Museumsobjekt Baujahr
1970