Das Deutsche Kameramuseum im fränkischen Plech stößt längst international auf großes Interesse bei Sammlern und Institutionen. Jüngstes Beispiel: der Besuch eines spanischen Mega-Sammlers in Plech, der sich zweieinhalb Stunden lang in der ganz anders konzeptionierten Ausstellung nicht sattsehen konnte.
Gut 40.000 exklusive Objekte in seiner Sammlung
Jesús Fernández aus Saragossa ist selbst ein bekannter Fotohistoriker und eine international bekannte Größe in der Szene. Über 40.000 Objekte umfasst seine exklusive Privatsammlung, die nur virtuell auf seinen Veröffentlichungen im Internet unter „Foticos Collection“ auf Instagram (https://www.instagram.com/foticos.collection/) und im Web (https://foticoscollection.com/es) bewundert werden kann. Eine öffentlich zugängliche Ausstellung gibt es nicht.
Deutschland-Rundreise zu bedeutenden „Photographica-Stätten“
Mehrere Mitarbeiter inventarisieren die Schätze – darunter aberhunderte exklusive antike Stereokameras und Laternae magicae aus Holz -, erstellen Videos und präsentieren die Exponate im Internet. Fernández, der eine Firma für Merchandising-Artikel betreibt, besuchte am 23. Juni 2026 im Rahmen einer Deutschlandreise mit seiner Frau Ester Marin nicht nur die bekannten deutschen Foto- und Optik-Städte Berlin, Jena, Düsseldorf und Wetzlar, sondern plante auch eine Besichtigung des Deutschen Kameramuseums in Plech mit ein, das er besonders wegen der informativen Internetseiten ausgesucht hatte.
In Plech „die ganze Welt der Fotografie“
Während Jesús Fernández als unabhängiger Privatsammler sich bevorzugt seinen speziellen Themen widmen kann, will das Plecher Museum „die ganze Welt der Fotografie“ zeigen: eben nicht nur seltene, teure Apparate, die sowieso unerschwinglich wären, sondern „den Alltag der Fotografie“ mit all seinen Facetten.
Interesse an Leicas wie an Amateur-Filmkameras
So begeisterten bei der Führung durch die Vorstandsmitglieder Georg Klerner-Preiß und Tobias Liewald den Gast einerseits die Leica-Vitrinen, die Großformat-, Studio- und Industriekameras und die antiken Messing-Objektive, aber andererseits auch etwa die vielen Doppel-8-Filmkameras – also durchaus auch Amateurausrüstungen.
Wenn sich das Fachsimpeln mit den Spaniern trotz Übersetzungsapp auf dem Handy und beiderseitigen Englisch-Kenntnissen auch nicht gerade einfach gestaltete, konnte man sich doch erfolgreich über die gemeinsame Leidenschaft austauschen. Eine Einladung nach Saragossa steht.