Was es nicht alles gab! Eine Kamera Canon Digital IXUS auf den ersten Blick. Aber so flach und mit so rauer Oberfläche? Und durchs Objektiv sieht man die Tastatur? Natürlich nicht, sondern eine PR-Idee der Canon- Werbeleute aus der guten alten Zeit, wo man noch keine Angst vor den Kameras in den Smartphones haben musste und die Werbeetats noch prall gefüllt waren. Statt eines gedruckten Prospekts verteilte man scheckkartengroße Mini-CD-ROMS in der äußeren Gestalt besagter IXUS.
2,1 Megapixel und 8-MB-CompactFlash
Eingelegt in ein CD-ROM-Laufwerk – „What the fuck ist das?“ werden die Jüngeren da fragen – tat sich die schöne bunte Multimedia-Welt auf, die man um die Jahrtausendwende schon liebte: Die Kamera drehte sich um die eigene Achse, schöne Frauen rekelten sich, Lobeshymnen huschten durchs Bild und die 2,11 Megapixel waren noch mega und die Bilder mit 1.600 x 1.200 Pixel giga. Auf der mitgelieferten CompactFlash-Karte mit 8 MB brachte man bei maximaler Auflösung („Groß/Superfein“) ganze 4 Bilder unter, bei „Klein/Fein“ immerhin schon 46…
Als Zubehör bot man beispielsweise an: eine Reisebox (Kunststoffgewebe), eine Metallbox, eine Strandbox (aus transparentem Kunststoff zum Umhängen; schützte vor Sand und Spritzwasser), eine Box aus gehärtetem Gummi für den Outdoor-Einsatz sowie ein Allwettergehäuse (aus durchsichtigem Kunststoff, das auf dem Foto so aussieht, als wenn man damit auch ein paar Meter tief tauchen konnte).
Läuft unter Windows 95
Die CD-ROM funktionerte unter „Windows NT4, Windows 95, Windows 98/2000 sowie unter MAC OS 7,5 oder neuer“. Windows-Nutzer mussten, um in den vollen Genuss der Show zu kommen, auch Apples Quicktime und Adobes Acrobat Reader downloaden und installieren.