Auch das Foto-Großversandhaus Porst schwamm in den 1950er/1960er Jahren auf der Diana-Welle mit und brachte diese „komplette Photoausrüstung“ auf den Markt: eine einfache Rollfilmkamera 6 x 6 für den 120er Film, spezielles Birnchenblitzgerät für AG-Blitzlämpchen, eine Trageschlaufe, die zwei 1,5-Volt-Batterien für den Blitz sowie „einen Schwarzweißfilm“. Mit dabei: ein „Porst Garantie-Beleg Nr. 1098“, der „6 Monate volle Umtauschgarantie“ versprach, eine schwer leserliche Bedienungsanleitung mit winziger Schrift sowie ein Einsendebeutel zum Wegschicken des belichteten Films (Warensendung – Porto 20 Pfennig – nur 1 Film einlegen“).
Automatisch – so stand auf einem rosaroten Zettel zu lesen – erhalten die Kunden auf vielfachen Wunsch derselben – mit den fertigen Bildern gleich wieder einen frischen Film der gleichen Art „porto- und verpackungsfrei und ohne Nachnahme“ zurück. Wenn das nicht gewünscht wurde, sollte der Kunde diesen roa Zettel einfach mit dem Film in den Versandbeutel stecken. Bestellscheine für neue Filme und für weitere Abzüge lagen natürlich ebenfalls in der 14,5 x 15,5 x 9 cm großen Schachtel.
Wie bei diversen anderen Modellen der Diana-Family von Great Wall in Hongkong damals üblich, zierte die Front dieser Kamera ein Wabenmuster, das bei Kleinbild-Fotoapparaten mit Belichtungsmesser im Einsatz war. Scheinbar fühlten sich da nicht wenige Kunden hinters Licht geführt, so dass sich Porst veranlasst sah, auf die Packungen einen Zettel mit dem Hinweis „Rollfilmkamera ohne Belichtungsmesser“ zu kleben.
Die technischen Daten sind austauschbar mit den anderen Versionen: Fixfokus-Optik („Plasicion Lens 1:8“). Belichtungszeit („Speed“) angeblich 1/50 Sekunde, gewölbte Filmbühne, produziert in Hongkong, wo damals das Nest aller Dianas war. Immerhin kann man verschiedene Blenden einstellen und auch die Enttfernung bis 1,2 Meter Nähe, was bei Dianas eher selten ist.