Seltenes Teleobjektiv von Schneider-Kreuznach für Robot-Royal-24-Kameras mit Bajonettanschluss. Von diesem Objektiv wurden speziell für Robot von 1958 bis 1970 rund 750 Stück produziert, davon für die Robot Royal etwa 500 Stück in verschiedenen Ausführungen. Der gesamte Produktionsumfang für alle Anwender betrug zwischen 1954 und 1972 mehr als 20.000 Stück.
Der bei den ersten Robot-Kameras vorhandene Gewindeanschluss M 26 wurde mit Einführung der Royal-Reihe 1953 ersetzt durch eine spezielle Konstruktion, die eine Mischung aus Gewinde- und Bajonettanschluss darstellt. Ein Gewinde an der Objektivfassung (Durchmesser 31 mm) ist in 6 Sektoren unterteilt, von denen jeweils 3 ausgespart sind. Ein drehbarer Ring an der Gehäusefassung hat die gleiche Anordnung. Setzt man die Gewindesektoren des Objektivs in die Aussparungen im Ring, lässt sich durch eine Drehung (etwa 45°) die Optik sicher fixieren. Das Museumsobjektiv mit der Seriennummer 11 629 964 wurde 1970 produziert und ist mit diesem Bajonett ausgestattet. Die Anzeige der Schärfentiefe verwendet hier nicht wie üblich eine doppelte Blendenskala neben der Indexmarke, sondern wohl aus Platzgründen farbige Linien: grün für Blende 8, blau für Blende 16 und weiß (wahrscheinlich) für Blende 32. Neben der Meter-Skala ist auch eine Foot-Skala vorhanden. Zwischen beiden ist die Drehhülse nochmal ausgespart zur exakteren Ablesung an den Farblinien. Für die Robot-Royal-Kameras waren Aufstecksucher verfügbar, sowohl fest für 135 mm als auch variabel für Brennweiten von 30 bis 150 mm. Für das Museumsmodell ist kein Sucher vorhanden. Kürzeste Einstellentfernung: 2,5 Meter, Blendenbereich: 4 bis 32, Filtergewinde: M 38.
Siehe auch: Robot Royal 24.