Robot Royal 24 (Modell IIIa)

Bild: Gerhard Straszewski

Messsucherkamera mit mechanischem Motorantrieb für das Format 24 x 24 mm auf Kleinbildfilm 135. Die Robotkamera wurde von Heinz Kilfitt konstruiert, bei Otto Berning in Düsseldorf produziert und 1934 auf den Markt gebracht. Das Hauptaugenmerk lag von Anfang an auf Schnelligkeit und Robustheit. Das quadratische Format ersparte die Haltungsänderung von Quer- auf Hochformat, der Federwerksantrieb erlaubte schnelle Bildfolgen einschließlich automatischem Filmtransport, der spezielle Rotationsverschluss von Gauthier, Calmbach, arbeitet erschütterungsarm, muss nicht gespannt werden und ermöglicht Blitzaufnahmen bei allen Verschlusszeiten. Er ist hinter dem Objektiv im Gehäuse angeordnet und macht dadurch Wechselobjektive möglich. Diese Kameras wurden mit der Bezeichnung Robot I, II, III systematisch weiterentwickelt, bis 1953 die Robot-Royal-Serie startete. Auffälligste Änderung: Der bislang dominant auf der Oberseite angeordnete Federwerksantrieb wurde in das Gehäuse integriert.

Zusätzlich zu dem bisherigen Bildformat 24 x 24 mm kamen nun auch die Formate 24 x 36 mm und 24 x 18 mm auf den Markt. Zur Unterscheidung wurde die Typenbezeichnung Robot Royal bei späteren Ausführungen (nach Seriennummer 155.000) ergänzt durch die Formatlänge. (Beispiel: dieses Museumsmodell Robot Royal 24, Seriennummer G-175.417a). Vergleiche dazu ein früheres Modell Robot Royal Modell III, das nahezu identisch ist, jedoch noch die alte Zeitenskala verwendet und noch nicht neben dem Objektiv und auf der Deckkappe die Bezeichnung Royal 24 trägt.

Interessant ist auch der Objektivanschluss, der eine Mischung aus Gewinde- und Bajonettanschluss darstellt. Ein Gewinde an der Objektivfassung (Durchmesser 31 mm) ist in 6 Sektoren unterteilt, von denen jeweils 3 ausgespart sind. Ein drehbarer Ring an der Gehäusefassung hat die gleiche Anordnung. Setzt man die Gewindesektoren des Objektivs in die Aussparungen im Ring, lässt sich durch eine Drehung (etwa 45°) die Optik sicher fixieren. Dieses Museumsmodell ist ausgestattet mit einem Schneider-Kreuznach Xenon 1:1,9/40 mm (Seriennummer 5179180).

Der gekuppelte Mischbildentfernungsmesser hat eine Messbasis von 6 cm. Für viele Bereiche der Fotografie reicht jedoch das Prinzip der hyperfokalen Entfernung (HE) aus. Stellt man ein Objektiv darauf ein, so wird ab der halben HE bis unendlich alles scharf abgebildet. Die Robotobjektive verwenden dieses Prinzip mittels Farbpunkten auf der Entfernungsskala, die bestimmten Blendenwerten zugeordnet sind. Der Rotationsverschluss hat eine feste Öffnung, die Zeiten werden durch unterschiedliche Drehgeschwindigkeiten realisiert. Die Skala reicht von 1/4 bis 1/500 Sekunde und B. Das Federwerk wird mit einem klappbaren Griff an der Unterseite aufgezogen. Dies soll für bis zu 25 Aufnahmen reichen und auch Serienaufnahmen bis zu 4 Bilder/Sekunde ermöglichen.

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Erstellt: 03.06.2026

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Objektdaten

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ID Sammlung Kurt Tauber
102840
Fotoapparate analog Kategorie/Typ
Kleinbildkamera, Messsucherkamera
Land / Produktion
Western Germany
Fotografischer Film / Konfektion (Foto)
Kleinbild 135
Negativformat fotografischer Film
24 x 24 mm
Filmtransport
Federwerksantrieb
Entfernungsmesser
ja
Belichtungsmesser
nein
Belichtungssteuerung
manuell
Wechselobjektiv an Kamera
Xenon 1:1,9/40 mm Seriennummer 5179180
Objektiv-Anschluss
Spezialanschluss
Fokussierung
manuell
Bildstabilisator Kamera
nein
Verschlusstyp
Rotorverschluss
Verschluss manuelle Belichtung
B
Verschluss längste Zeit
1/4 s
Verschluss kürzeste Zeit
1/500 s
Blitz
Zubehör mit Kabelkontakt
Datenrückwand
nein
Produktionszeitraum ab
1953
Produktionszeitraum bis
1957
Entstehungszeitraum Dekade
1950-1960
Produktionsstückzahl
11.500
Gehäusematerial
Metall (Alu, Messing, Guss usw.), Belederung
Abmessungen (ca. in cm)
14 x 8,2 x 7 (wie Titelbild)
Gewicht (g)
924 (wie abgebildet)
Museumsobjekt Seriennummer
G-175417 a
Museumsobjekt Zugangsdatum Jahr
2025
Nachlass (Herkunft)
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