Eine augenscheinlich umgebaute Kamera, aber keine amateurhafte Bastelarbeit eines Tüftlers, sondern ein Gerät mit professionell ausgeführten Konstruktionen. Der Zweck erschließt sich leicht, wenn man die Teile zusammenbaut: Es ist eine Reproeinrichtung für flache Vorlagen mittels Aufnahmen auf Kleinbildfilm 135. Nur: Woher stammt das verwendete – umgestaltete – Kameramodell? Welcher Hersteller? Welcher Typ? Welche Bauzeit? Der Apparat fand sich im Nachlass des Schweinfurter Fotografen Johann Eichel, dürfte also von diesem Fachmann umgebaut worden sein. Näheres ist nicht bekannt.
Unsere bisherigen Recherchen ergaben keine eindeutige Identifizierung des verwendeten Grundmodells, weshalb wir für zielführende Hinweise (möglichst mit Quellenangabe) dankbar wären. Es gibt optische Anleihen an verschiedene Wirgin-Modelle (Gewirette oder Edinex) oder die Nagel Pupille und andere ältere Apparate, bei denen Objektiv und Verschluss in einem auffälligen Metallrahmen montiert sind. Die Deckkappe sieht jedenfalls nicht nach Eigenbau aus. Unsere „UFO“-E-Mail: info@kameramuseum.de.
Hier schon mal die Kamera und ihre Zubehörteile in allen möglichen Ansichten und Positionen.