Die Konishiroku Konica MG ist eine „Auto-Kann-Alles-Kamera“ mit passivem Autofokus-System, automatischer Belichtung, Unterbelichtungswarnung und automatischem Filmtransport aus dem Jahr 1984. Sie hat einen Pop-up-Blitz und wird von zwei AA-Batterien mit 1,5 Volt angetrieben. Das MG-D-Modell hat eine Data-Rückseite. Sie macht einen kompakten, wertigen Eindruck und liegt gut in der Hand.
Objektiv: Hexanon 1:3,5/35 mm (4 Elemente in 4 Gruppen), wobei die Linse durch eine Schiebeabdeckung geschützt wird, die auch als Ein-/Ausschalter fungiert, Entfernungsbereich 1,1 Meter bis unendlich. Der Verschluss hat Geschwindigkeiten von 1/30 bis 1/500 Sekunde. Die Filmempfindlichkeit kann von ISO 50/18°, 100/21°, 200/24°, 400/27° bis 1000/31° manuell an der Front eingestellt werden.
Hintergrund:
1975 produzierte Konica die erste 35-mm-Kompaktkamera mit eingebautem Blitz: die C 35 EF. 1977 stellt Konica dann die erste kommerziell erhältliche Autofokuskamera vor: die C 35 AF unter der Lizenz der Vistronic-Technologie von Honeywell. Die C 35 AF hatte eine Anzeige, um den Abstand anzuzeigen, auf den die Kamera automatisch fokussiert hat – leider nicht, bevor man das Bild aufgenommen hat. Die C 35 AF war erstaunlich erfolgreich und verkaufte sich in über einer Million Exemplaren. Von 1978 bis 1982 produzierte Konica dann eine Reihe von meist vergessenen Kompaktkameras, die sich vor allem auf den Massenmarkt richteten. Die Konica MG war mit 150 US-Dollar nicht gerade billig.