Der Objektivhersteller Rodenstock aus München bot eine Vielzahl von Kameras anderer Hersteller unter eigenem Namen an, hier eine Zeh Zeca Bettax als Zweiformat-Variante (4,5 x 6 und 6 x 9 cm) für Rollfilm 120 aus dem Jahr 1938. Objektiv: Rodenstock Trinar Anastigmat 1:4,5/10,5 cm mit Frontlinsenfokussierung in Compur-Verschluss, Belichtungszeiten: 1 bis 1/250 Sekunde plus T und B. Die Kamera hat einen Brilliantsucher und einen Klapp-Rahmensucher für beide Negativformate. Kürzeste Entfernungseinstellung: 1,5 Meter.
Auch das Modell Bettax des Kamerawerks Paul Zeh (Zeca) in Dresden wurde als Zweiformatvariante mit diesem Rodenstock Trinar angeboten. Auf der Belederung des Museumsexemplars ist nur der Name Rodenstock eingeprägt, was die Zuordnung der Kamera erschwert, da sich die 6 x 9-Rollfilmkameras aus den 1930er Jahren sehr ähneln. Charakteristisch für die Zeh Bettax sind aber die Form der Spreizen und der Knopf zum Öffnen der Frontklappe, die auch an diesem Museumsexemplar von Rodenstock zu finden sind.