Die Kiev 16 C-3 (auch „Kiev-16S-3“ geschrieben) ist eine sowjetische 16-mm-Filmkamera für Amateur- und semiprofessionelle Filmaufnahmen. Sie wurde in den 1960er- und frühen 1970er-Jahren vom Kiever Automatikwerk „Tochpribor“ (Киевский завод автоматики им. Г. И. Петровского) in Kiev, Ukraine, damals noch Sowjetunion, gefertigt und gehört zur Baureihe der Kiev-16-C-Filmkameras.
Die Kamera verwendet 16-mm-Schmalfilm und verfügt über einen mechanischen Federwerksantrieb, wodurch der Filmtransport ohne elektrische Energie erfolgt. Die Kiev 16 C-3 besitzt einen Zweifach-Objektivrevolver, der den schnellen Wechsel zwischen zwei Objektiven ermöglicht. Zur Standardausstattung gehörten unter anderem ein Weitwinkelobjektiv PO-51 1:2,8/20 mm und ein Teleobjektiv Industar-50 1:3,5/50 mm.
Die Belichtung wird vollständig manuell eingestellt; ein eingebauter Belichtungsmesser ist nicht vorhanden. Zur Unterstützung der Belichtungskontrolle verfügt die Kamera über einen Belichtungsrechner an der linken Gehäuseseite. Die Fokussierung erfolgt manuell über die Entfernungsskala des verwendeten Objektivs.
Mit ihrer robusten mechanischen Konstruktion, den Wechselobjektiven und mehreren wählbaren Aufnahmegeschwindigkeiten war die Kiev 16C-3 vor allem für Amateurfilmer, Ausbildungszwecke und kleinere Filmproduktionen geeignet. Heute besitzt sie vor allem historischen Wert und wird von Sammlern sowie Liebhabern analoger Filmtechnik geschätzt.