Brunck

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Bild: Lutz Steinfurth

Johannes und Carl Brunck gründeten 1876 in Nürnberg ein Unternehmen für fotografische Artikel mit einem breiten Angebotsspektrum: F. Brunck Söhne. Die Firma basierte auf einem vom Vater Friedrich Brunck in Nürnberg geführten Labor, in dem auch chemische Produkte für fotografische Anwendungen hergestellt worden sind. F. Brunck Söhne bot Holzkameras und Stative aus eigener Fertigung an, daneben auch andere Tischlerarbeiten sowie die Herstellung von Möbeln. Außerdem hatte das Unternehmen eine lithografische Anstalt und eine Buchbinderei. Ab 1884 bot man auch „photographische Papierwaren“, also Fotopapier, an und fertigte in großem Umfang so genannte Untersatzkartons, auf die damals Fotografien aufgezogen wurden. Das Unternehmen betrieb eine fabrikmäßige Herstellung, war Großhändler, nannte sich aber auch „Kunstanstalt“. Die Kundschaft war international, bis nach Indonesien wurde geliefert. F. Brunck Söhne expandierte und wechselte im Laufe der Jahre innerhalb Nürnbergs mehrfach den Geschäftssitz. Johann Brunck starb 1892. Ab 1896 verkleinerte sich das Unternehmen und zog um in die Nürnberger Altstadt. Tätigkeitsschwerpunkt war jetzt die „Kommission in photographischen Artikeln“. Bis 1909 wandelte sich die Firma mehr und mehr zu einem Handelsgeschäft für fotografische Produkte.