ISCO Göttingen ist ein deutscher Traditionshersteller von optischen Systemen, vor allem von Objektiven. Von Gründung an bestanden enge Beziehungen zu Jos. Schneider Optische Werke, Kreuznach. Heute ist ISCO als ISK OPTICS GmbH in die Schneider Gruppe integriert.
Als einer der ersten Objektivhersteller verwendete ISCO auch Kunststoff für seine Gehäuse und schuf damit einen neuen Standard für die gesamte Branche. Da ISCO in der „Kunststoffära“ versuchte, auch das Preissegment der eher erschwinglichen Objektive abzudecken, haftet der Marke zu Unrecht mitunter der Ruf an, nicht zu den Objektiven der Oberklasse zu gehören. Dabei zeichnen sich die Objektive von ISCO Göttingen durch sehr gute optische Qualität aus.
Geschichte:
Schneider Kreuznach gründete 1936 speziell für die Entwicklung und Produktion militärischer Optiken ein Tochterunternehmen mit Sitz in Göttingen, die Jos. Schneider & Co., Optische Werke, Göttingen, abgekürzt ISCO. Der bekannte Optik-Konstrukteur der Muttergesellschaft in Kreuznach, Albrecht Wilhelm Tronnier, wurde mit der Leitung betraut. Schneider Göttingen produzierte während des Zweiten Weltkrieges unter anderem etwa 45.000 Objektive für Luftbildkameras. Nach Kriegsende wurde das Werk demontiert. Später konnte die Produktion ziviler Optiken wieder aufgenommen werden.