Neben den „echten“ Voigtländer-Kameras aus gutem Hause in Braunschweig gibt es noch eine ganze Reihe Fotoapparate und andere Geräte, die mit den traditionellen weltberühmten Produkten des 1756 in Wien gegründeten Unternehmens allenfalls noch den Markennamen gemein haben. In den Jahren nach 1971 lag die Marken-Inhaberschaft bei Rollei. Die Voigtländer-Kameras waren entweder größtenteils mit Rollei-Kameras identisch oder wichtige Baugruppen wurden gemeinsam verwendet. Die Produktion fand damals im Rollei-Werk Singapur statt. Nach der Schließung des Singapur-Werkes und dem Konkurs von Rollei 1981 gab es bis 1997 zunächst keine Kameras unter dem Namen Voigtländer mehr.
1997 übernahm die Ringfoto Gruppe durch die Fusion mit Plusfoto die Firma Voigtländer. Es wurden unterschiedliche analoge und digitale Kompaktkameras, Speicherkarten, Filme, digitale Bilderrahmen und vor allem Objektive vertrieben. Seit 2015 umfasst das Angebot ausschließlich verschiedene Festbrennweiten unterschiedlicher Kameraanschlüsse sowie Kamerazubehör. Zeitweise gab es auch hochwertige Messsucherkameras unter der Marke Voigtländer Bessa, hergestellt von der japanischen Firma Cosina. Cosina fertigte die Bessa auch in Variationen für Rollei oder Epson und baute weiterhin die Festbrennweiten für die Firma Voigtländer, die seit 2001 in Fürth bei Nürnberg beheimatet ist.
Siehe auch: Voigtländer (Wien/Braunschweig).