Agfa Box England No. 1 – die „Ur-Agfa-Box“

Der ersten 1930 in Deutschland vorgestellten Agfa-Box ging ein groß angelegter Test auf dem englischen Markt voraus. Dort verteilte die Zeitung Daily Herald eine große Menge von Kameras, dem weitere Tageszeitungen und auch Zigarettenfabrikanten folgten. Die Fotohändler waren wohl über die Aktion zunächst verärgert, erfreuten sich aber schnell darauf am gigantischen Filmverkauf: Die entsprechenden Rollfilme vom Typ 120/620/B 2 waren sehr schnell vergriffen. Bei den verschenkten Apparaten handelte es sich also um die ältesten Agfa-Boxen, die aber von Vertragsfirmen in England hergestellt wurden. Das Gehäuse bestand aus Stahlblech und nicht wie bei den deutschen Boxen aus Aluminium oder Karton. Die beiden recht kleinen Sucher lagen beide an derselben Gehäusekante. Es gab drei Ausführungen: Die England-Box 1 hatte schwarzen Schrumpflack und als Version 1a Mattscheibensucher, als Version 1b bereits Brillantsucher. Die Box 2, ebenfalls mit Brillantsucher ausgestattet, trug genarbtes Kunstleder. Das Negativformat war 6 x 9 cm. 

 

Objektdaten

ID Sammlung Kurt Tauber
100008
Fotoapparate analog Kategorie/Typ
Boxkamera
Marke
Agfa, München, Deutschland
Firma / Produktion
Unbekannt
Firma / Vertrieb
Agfa
Fotografischer Film / Konfektion
120 / 220 Rollfilm (B2-4 / B2-6 / B2-8 ab 1932)
Negativformat fotografischer Film
6 x 9 cm
Filmtransport
manuell
Entfernungsmesser
Nein
Belichtungsmesser
nein
Belichtungssteuerung
manuell
Objektiv-Anschluss
Objektiv fest eingebaut
Lichtstärke (bei Festbrennweite)
1:11
Fokussierung
Fixfokus
Bildstabilisator Kamera
Nein
Verschlusstyp
Einfachverschluss
Verschluss manuelle Belichtung
B
Verschluss kürzeste Zeit
Moment 1/30 - 1/60 s
Datenrückwand
Nein
Gehäusematerial
Metall (Alu, Messing, Guss usw.)
Museumsobjekt Zugangsdatum Jahr
2021
Herkunft / Spender