Die Argus C-Four, auch C 4 genannt, wirkt auf den ersten Blick wie eine einfache Sucherkamera, hat aber einen gekuppelten Entfernungsmesser. Die hierfür erforderliche zweite Sucheröffnung versteckt sich im Drehrad neben dem eigentlichen Sucher. Dieses Drehrad dient zum Fokussieren. Die Argus C-Four, eine Kamera für Kleinbildfilm 135, wurde ab 1951 von Argus Cameras Inc. in Ann Arbor, Michigan, USA, hergestellt. Sie ist ausgestattet mit einem fest eingebauten, vergüteten Objektiv Cintar 1:2,8/50 mm; die kleinste Blende ist 22. Der Zentralverschluss bietet Verschlusszeiten von 1/10 bis 1/300 plus B. Bei frühen Versionen der C-Four war die kürzeste Verschlusszeit 1/200 Sekunde, das Museumsexemplar ist eine spätere, verbesserte Variante. Die Kamera hat einen Gehäuseauslöser und bereits einen Blitzschuh mit Mittenkontakt.
Die Vorgängerin dieser Kamera, die Argus C 3, hatte die klobige Form eines Ziegelsteins. Die Amerikaner nannten sie deshalb liebevoll „The Brick“ (übersetzt: der Ziegelstein). Es verwundert nicht, dass sich schnell auch ein Spitzname für die C-Four fand: „Son of a Brick“.