Kaum zu unterscheiden von der Bella D: Eine Bilora-Kamera für den Rollfilm 127 (Aufnahmeformat 4 x 6,5 cm, daher der Modellname „46“ – vergleiche Bilora Bella 66 und Bella 44), hergestellt in Westdeutschland in den 1950er Jahren. Objektiv: Achromat 1:8; manuelle Fokussierung. Fernrohrsucher. Einfachverschluss (1/50, 1/100 Sekunde und B); Lochblenden 11 und 8; manuelle Belichtungssteuerung. Zubehörschuh; Anschlüsse für Blitzsynchronkabel, Drahtauslöser und Stativ (1/4″). Erkennbare Unterschiede zur Bilora D: Die Ösen seitlich an der Gehäusekappe fehlen; Entfernungs- und Blendenskala sind hell unterlegt.
„Harmonisch abgestimmte Pastell-Farbtöne“
Mit wie viel Sorgfalt die Farbauswahl für das Gehäuse erfolgte, kann man aus einer Werksmitteilung von 1956 bezüglich der Bella D ablesen: „Die Bella D präsentiert sich in harmonisch abgestimmten Pastell-Farbtönen, modegrau mit Swiss-Air-Blau. Dazu gibt es eine ebenfalls in Modegrau ausgeführte Bereitschaftstasche besonderer Prägung (Bella D = 28,- DM; Bereitschaftstasche = 8,40 DM). Das Hauptproblem ‚Farbige Kamera‘ liegt wohl darin, dass es nicht genügt, eine ansonsten für die klassische Schwarz-Chrom-Ausführung gedachte Kamera einfach mit einem andersfarbigen Bezug zu versehen. Das hat man bei Bilora richtig erkannt und die Konsequenz daraus gezogen. Nicht nur der Kamera-Körper und die Belederung an sich sind nicht mehr schwarz, sondern auch der Verschlussring und andere Teile sind den neuen Farbtönen angeglichen. Die Farbtöne sind sehr sorgfältig auf die mattsilber-glänzenden Blankteile abgestimmt.“