Ensign Ensignette No. 1

ensignette vorne auf
Bild: Kurt Tauber

Seltsam gestaltete Sucherkamera (1909-1930) in Spreizenkonstruktion für Rollfilm Ensign E 1 (später auch Eastman Kodak 128) mit dem Aufnahmeformat 3,5 x 6 cm der britischen Marke Ensign. Hersteller: Houghton & Son, London (1867), Houghton Ltd. (1904), Houghton & Butcher (1926-1961).

Fixfokus, Einfachverschluss, manuelle Belichtungssteuerung, Brillantsucher nur für Querformat. Blendenverstellung bis 22, Balgen aus dünnem Leder. Diese 1907 patentierte Kamera gab es auch 1912 in der heute sehr seltenen vergoldeten Ausführung. Die Endlaschen der Frontplatte des frühen Modells Nr. 1 sind schlicht gestaltet. Ab etwa 1911 wird ein geprägtes Flaggenlogo auf der rechten Registerkarte und Patentdetails auf der linken Registerkarte hinzugefügt. Demnach ist das Museumsmodell nach 1911 gebaut worden.

Der schwedische Ingenieur Magnus Niéll hatte diese erste britische Ganzmetallkamera entworfen, von der Zehntausende gebaut wurden. Die Kamera wurde vor Weihnachten 1909 auf den Markt gebracht und wurde von Händlern auf der ganzen Welt geordert.

Die Ensignette war trotz oder vielleicht gerade wegen ihrer Schlichtheit durchaus ein Meilenstein in der populären Fotografie und bot zum ersten Mal eine praktische, wirklich kompakte Kamera zu einem erschwinglichen Preis für den Durchschnittsknipser. Sie war sehr beliebt, ihr Aussehen perfekt abgestimmt auf die Nachfrage nach einer kompakten Taschenkamera. Sie half dabei, eine neue Art von Fotografen zu schaffen, den „Pocket Snap Shooter“.

 

Objektdaten

Fotoapparate analog Kategorie/Typ
Rollfilmkamera
Marke
Ensign, London, Großbritannien
Filmtransport
manuell
Entfernungsmesser
Nein
Belichtungssteuerung
manuell
kleinste Blende
22
Fokussierung
Fixfokus
Bildstabilisator Kamera
Nein
Verschlusstyp
Einfachverschluss
Verschluss kürzeste Zeit
Moment 1/30 - 1/60 s
Blitz
kein Blitzanschluss
Datenrückwand
Nein
Gehäusematerial
Metall (Alu, Messing, Guss usw.)
Museumsobjekt Zugangsdatum Jahr
2022