Spätere Variante der Kodak Folding Pocket, gebaut etwa von 1898 bis 1905 von Kodak, USA, eine Spreizenkamera für Rollfilm 116 (Negativgröße 10,7 x 6,3 cm). Die ursprüngliche Kodak Folding Pocket von 1897 hatte vier Öffnungen an der Frontplatte, obwohl nur zwei davon für die beiden Sucher erforderlich waren; die Spreizen waren dort aus Messing. Bei diesem Museumsexemplar sind nur zwei Öffnungen in der Frontplatte, die Spreizen sind vernickelt. Weiteres Unterscheidungsmerkmal zum ursprünglichen Modell ist ein an der Unterseite der Kamera sichtbarer, rechteckiger Knopf zum Öffnen der Kamera. Den gab es nach dem Kodak-Standardwerk von Brian Coe „Kodak – Die Kameras von 1888 bis heute“ ab Seriennummer 5.101. Das hier vorgestellte Museumsexemplar hat die Seriennummer 6.097. Diese relativ niedrige Seriennummer ist wiederum ungewöhnlich: Nach Brian Coe sollen die Kameras erst ab Seriennummer 12.200 vernickelte Spreizen gehabt haben, wie sie allerdings an diesem Museumsexemplar zu finden sind. Das zur Kamera gehörige Lederetui lässt aufgrund einer Inschrift vermuten, dass die Kamera aus Paris stammt.
Kodak änderte seine erste Pocket Folding zwischen 1897 und 1899 geringfügig. Ursprünglich hieß sie lediglich Kodak Folding Pocket. Das „No. 1“ wurde im Laufe der Zeit hinzugefügt, um sie von anderen faltbaren Taschenkameras zu unterscheiden, zum Beispiel der Kodak Folding Pocket No. 2.