Ein Beispiel von vielen Konica-Erzeugnissen, die die ganze Typenvielfalt dieser japnaischen Kameramarke unterstreicht: das Sondermodell der Kanpei im „Stein-Design“.
Eine Rarität, die in Europa weitestgehend unbekannt ist: Als „Partykamera“ konzipiert, reagiert die Konica Kanpai (oder „Konica Kanpai!“), was auf Japanisch „Jubel“ bedeutet, auf laute Stimmen oder Geräusche und versucht, die Quelle des Tons auszumachen, die Kamera dann um bis zu 40 Prozent in diese Richtung Grzu drehen und dann automatisch ein Foto zu schießen. Die Hauptattraktion ist also die Stimmaktivierung. Nach der Anpassung an den Umgebungstonpegel reagiert die Kamera auf laute Stimmen oder Geräusche, deren Intensität durch eine Reihe von LEDs auf der Vorderseite angezeigt wird. Die Reaktionsempfindlichkeit wird im LCD-Display in mehreren Stufen eingestellt.
Auf seinem lustigen, kleinen Dreibeinstativ mit „Schuhen“ steht die Kanpai in einem 45°-Winkel zur Quelle des Tons und macht automatisch ein Bild. Wie der Modellname schon sagt, ist es die Aufgabe, Fotos zu schießen, wenn jemand am Tisch „Kanpai“ ruft. Sie wurde in roter und schwarzer Farbe für 216 US-Dollars verkauft, auch Sonderserien wie „Stone“ („Stein“) sind bekannt.
Die Konica Kanpai ist vom Prinzip her eine Autofokus-Sucherkamera, die 1989 für den Kleinbildfilm 135 (Aufnahmeformat 24 x 36 mm) herausgebracht wurde. Auch hier eine Besonderheit: Der Autofokus arbeitet im Bereich bis 1,8 Meter, danach verharrt das Objektiv in einer Fixfokus-Position. Automatischer Filmtransport, Belichtungsautomatik (CdS-Zelle), abschaltbarer eingebauter Blitz mit Flashmatic (Reichweite bis 3,3 Meter mit ISO-100-Film), elektronischer Selbstauslöser. Stromversorgung 1 x 2 CR 5 (6-Volt-Lithium-Batterie). Objektiv 1:5,6/34 mm (3 Elemente in 3 Gruppen), zwischen 0,9 und 1,8 Meter. Fixfokus (1,8 Meter bis unendlich), elektronischer Verschluss mit 1 bis 1/200 Sekunde.
Es gab die Kanpai mit und ohne Datenrückwand und später in verschiedenen Farbdesign-Varianten.
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