Die japanische Messsucherkamera Konica III A aus schwarz beledertem Metall wurde ab 1958 als Nachfolgemodell der Konica III von Konishiroku produziert. Sie nutzt Kleinbildfilm Typ 135 bei einem Aufnahmeformat von 24 x 36 mm.
Dies ist keine Variante, sondern eine neue Kamera mit folgenden Änderungen: Rückspulkurbel statt Knopf; vergrößerter Sucher; drei Fenster auf der Frontseite, das mittlere für den Parallaxenrahmen; der Sucherrahmen paßt sich der Perspektive an; Verschlusszeit und Blende sind gekoppelt.
Gespannt wird mit einem Hebel links vom Objektiv (linker Zeigefinger). Ähnlich wie bei der Leica M 3 „double stroke“ muss der Hebel zweimal betätigt werden. Der erste Hub spannt den Verschluss und transportiert ein halbes Bild, der zweite vervollständigt den Transport. Die Anordnung des Hebels findet sich auch bei der Adox 300, Zeiss Tenax, Ricoh Auto 35 und Zorki 10. Dieses Konzept wurde aber nicht weiterverfolgt. Das Museumsexemplar besitzt die Seriennummer 338079 und Entfernungsangaben in Feet. Selbstauslöser-Hebel (10 Sekunden) auf der Front.
Das Objektiv ist ein lichtstarkes Konishiroku Hexanon 1:1,8/50 mm (Seriennummer 3120450), fest eingebaut. Der Seikosha-MXL-Verschluss hat B, 1 bis 1/500 Sekunde ohne Drahtauslöseranschluss, mit Blitzsynchronisation. Alle Skalen sind gut sichtbar oben angebracht. Blende und Zeit sind gekoppelt.
Das Öffnen der Rückwand (Scharnier) erfolgt über einen ausklappbaren D-Ring auf der Unterseite, der gedreht und wieder an die Kamera gedrückt werden muss, um die Sperre zu lösen. Nachteil: Vergisst man, den Ring wieder zu schließen, kann beim Abstellen der Kamera der Rückdeckel aufspringen. Die Kamera ist mit „Made in Japan“ im Kunstleder beschriftet.