Magazinkamera für Glasplatten (Aufnahmeformat 8 x 10 cm), hergestellt laut Schildchen an der Kamera von „Jas. Lancaster & Son, Birmingham“, England; laut Stempel auf der Innenseite der Rückwand aber in Frankreich produziert. Nach verschiedenen Veröffentlichungen soll die Omnigraph-Serie um 1880 entstanden sein. Aber von 1835 bis 1871 war die Firmierung „Jas. Lancaster & Son“, danach bis 1905 nur noch „J. Lancaster & Son“, danach „J. Lancaster & Son Ltd.“. Demnach müsste die Kamera aus den 1870er Jahren stammen.
Es gibt verschiedene Versionen dieses Geräts, auch für verschiedene Negativformate, sogar eine „Detektiv-Kamera“, wobei der Apparat in einer Art Arzttasche eingebaut war.
Zwölf Glasplatten können nacheinander durch eine sinnreiche Mechanik belichtet werden, ohne die Kamera öffnen zu müssen. Objektiv: Lichtstärke 1:8,0, ohne weitere Bezeichnung; manuelle Fokussierung über einen separaten Zeiger an einer halbkreisförmigen Feet-Skala unterhalb des Objektivs. Zwei Spiegelsucher für Aufnahmen im Hoch- und Querformat. Mechanischer Zentralverschluss (T, 1/10 bis 1/25 Sekunde); manuelle Belichtungssteuerung. Holzgehäuse, schwarz beledert. Auf der rechten Seite befindet sich ein kleines Typenschild des Herstellers; unten rechts der Auslöser.