Nikon F3

Bild: Ralf Peter Müller

Nikons erste Profi-SLR mit eingebauter Belichtungsautomatik und elektronisch gesteuertem Verschluss. Optische Zeitenkontrolle mit beleuchteter LCD-Anzeige. Der Verschluss bot nur noch eine einzige mechanisch gebildete Zeit von 1/60 Sekunde. Dies rief bei den “Nikonisten” einen “Glaubenskrieg” hervor: die Puristen schworen weiterhin auf die unverwüstliche Mechanik der Nikon F2, die Progressiven nahmen die F3 schnell an und profitierten von den technischen Innovationen der ebenfalls extrem robust gebauten Nikon F3. Trotzdem wurde nach Markteinführung der F3 im Jahre 1980 die Nikon F2 noch ein knappes Jahr weiter produziert, um die immer noch große Nachfrage nach der mechanischen Profi-Nikon zu befriedigen.

Wie schon bei der Nikon F und F2 gab es diverse Versionen und sehr umfangreiches Zubehör. Aber auch im Zubehörsektor zog die Elektronik und Mikroelektronik vehement ein. Die Motoren wurden leistungsfähiger, Datenrückwände wurden kleiner und bedienungsfreundlicher, es gab Funk- und Infrarot-Fernauslöser, und, und, und…

Nach einigen wenigen Prototypen der Nikon F Autofokus, startete Nikon mit der F3 AF die ersten professionelle System-SLR mit eigenem Autofokus und Wechselobjektiven. Produziert wurde diese F3 von 1983 bis 1986.

Zirka 750.000 Kameras wurden insgesamt produziert, in schwarz und champagner. Es gab etliche Prototypen, z. B. eine Highspeed-Version für 13,5 Bilder pro Sekunde und Kleinserien für wissenschaftliche Bereiche. Im Bereich der NASA wurde die F3 eingesetzt, es wurden 15 Stück für das Space Shuttle Programm produziert. Für die NAVY wurden einige F3-Gehäuse mit einem speziellem Bajonett ausgestattet, um an ein Periskop angeschlossen zu werden. Dazu bekamen diese Gehäuse auch einen speziellen Sucher. Dieser war ein Sportsucher, allerdings nicht mit einem Glasprisma, sonders mit einem einfachen Spiegel, 45° schräg angestellt. Auch war die F3 Vorreiter für die ersten kommerziell in Kleinserie produzierten Digitalkameras. In Zusammenarbeit mit Kodak entstand ein Datenrückteil mit umfangreicher Peripherie unter dem Namen Kodak Professional DCS 100, welches zusammen mit einem modifiziertem Nikon F3-Gehäuse verkauft wurde.

Die Nikon F3 war so beliebt, dass die Produktion erst nach 21 Jahren im Jahre 2001 eingestellt wurde.

Objektdaten

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ID Sammlung Kurt Tauber
100214
Fotoapparate analog Kategorie/Typ
Einäugige Spiegelreflex (SLR)
Fotografischer Film / Konfektion (Foto)
Kleinbild 135
Negativformat fotografischer Film
24 x 36 mm
Filmtransport
manuell, Motor als Zubehör
Entfernungsmesser
Nein
Belichtungsmesser
TTL
Belichtungssteuerung
manuell, automatisch, Blendenvorwahl, Zeitvorwahl, Programmautomatik
Objektiv-Anschluss
Nikon F
Bildstabilisator Kamera
Nein
Verschlusstyp
Schlitzverschluss
Verschluss manuelle Belichtung
T + B
Verschluss längste Zeit
8 s
Verschluss kürzeste Zeit
1/2000 s
Blitz
Zubehör mit Kabelkontakt, Zubehör mit Mittenkontakt, Externer Systemblitz
Datenrückwand
Nein
Produktionszeitraum ab
1980
Produktionszeitraum bis
2001
Produktionsstückzahl
etwa 900.000
Gehäusematerial
Metall (Alu, Messing, Guss usw.), Kunststoff
Gewicht (g)
700
Museumsobjekt Baujahr
1984
Museumsobjekt Seriennummer
1307608
Museumsobjekt Zugangsdatum Jahr
2010
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