Monströs und selten (nur 500 Exemplare wurden produziert): ein Unterwassergehäuse von Revue (Quelle-Hausmarke). Durchmesser des Gehäuses: rund 20 cm, Breite mit Handgriffen: 36 cm, Tiefe inklusive Objektivöffnung: 15 cm, Gewicht: rund drei Kilogramm.
DDR-Kamera im BRD-Gehäuse
Geeignet nur für die EXA Ia aus DDR-Produktion. Ein großer Nachteil war der Lichtschachtsucher. Man musste von oben im Winkel von 90° das Motiv, welches auch noch seitenverkehrt war, beim Schaukeln im Wasser suchen. Das Unterwassergehäuse selbst stammt übrigens aus „West-Germany“, gefertigt in München von der Firma Heckenrainer unter der Bezeichnung Heco Mar II.
Weitere technische Daten: Seewasserfestes Gehäuse mit einer Druckfestigkeit bis 8 atü (etwa 80 Meter maximale Tauchtiefe), Simmeringabdichtung mit Federkern und Stützring. Alle Einstellelemente von außen gut zu bedienen, Schnellschalthebel. Anschlüsse für Pilotlampe (ganz oben im Bild) und Birnchenblitzgerät; Trageriemen. Das Gehäuse mit Kamera hat gerade so viel Auftrieb, dass es im Wasser selbsttätig an die Oberfläche kommt, sollte es dem Taucher entgleiten.
Im Foto-Quelle-Katalog von 1969 gab es die Kombination mit EXA Ia (ohne Pilotlampe und Blitzgerät) für ganze 199,- D-Mark in der Abteilung „Fundgrube“; das Gehäuse ohne Kamera kostete 100,- DM.
Pilotlampe half beim Scharfstellen
Im Gegensatz zum ersten Revue-Tauchgehäuse im Museumsbestand besitzt dieses Exemplar keinen Rahmensucher, sondern das Motiv wird wirklich über den Lichtschacht der EXA angepeilt und scharfgestellt, wobei das Licht aus der oben angebauten elektrischen Pilotlampe etwas hilft. Der Vorbesitzer dieses Exemplars war mit dem serienmäßigen Blitzgerät, das ihm zu nahe an der Kamera saß, nicht zufrieden, und baute sich selbst einen verlängerten Arm, mit dessen Hilfe er bessere Ergebnisse erzielte.
Bemerkung:
Diese Unterwasser-Fotoausrüstung mit dem Revue-Gehäuse und der eingebauten EXA Ia stammt wie die Ausrüstungen SEACAM (mit Nikon F 5) und Gates (mit Hasselblad 903 SWC) aus der Sammlung Dr. Peter Kuhn (Hamburg), die sein Sohn André Kuhn dem Deutschen Kameramuseum vermittelte.
Siehe auch: Revue Unterwassergehäuse mit serienmäßigem Blitzgerät.