Lichtstarkes Normalobjektiv von Schneider-Kreuznach für Robot-Royal-24-Kameras mit Bajonettanschluss, produziert von 1945 bis 1989 in einer Gesamtauflage von 40.000 Stück in verschiedenen Ausführungen. Der bei den ersten Robot-Kameras vorhandene Gewindeanschluss M 26 wurde mit Einführung der Royal-Reihe 1953 ersetzt durch eine spezielle Konstruktion, die eine Mischung aus Gewinde- und Bajonettanschluss darstellt. Ein Gewinde an der Objektivfassung (Durchmesser 31 mm) ist in 6 Sektoren unterteilt, von denen jeweils 3 ausgespart sind. Ein drehbarer Ring an der Gehäusefassung hat die gleiche Anordnung. Setzt man die Gewindesektoren des Objektivs in die Aussparungen im Ring, lässt sich durch eine Drehung (etwa 45°) die Optik sicher fixieren. Das Museumsobjektiv mit der Seriennummer 5179180 wurde 1957 produziert und ist mit diesem Bajonett ausgestattet.
Auf der Seite Robot Royal 24 (Modell IIIa) ist dieses Objektiv an der Kamera montiert. (Für eine frühere Gewindeversion siehe Robot II mit Xenon 1:1,9/40 mm.) Weiterhin interessant ist die Kennzeichnung der blendenabhängigen Schärfentiefe mit Hilfe des Prinzips der hyperfokalen Entfernung (HE). Stellt man ein Objektiv darauf ein, so wird ab der halben HE bis unendlich alles scharf abgebildet. Die Robotobjektive verwenden dieses Prinzip mittels Farbpunkten auf der Entfernungsskala, die bestimmten Blendenwerten zugeordnet sind: rot = Blende 1,9, gelb = Blende 4, grün = Blende 8, blau = Blende 16. Dreht man den Entfernungsring mit dem der gewünschten Blende entsprechenden Farbpunkt auf die Indexmarke, kann man links und rechts daneben an den betreffenden Farbpunkten die nächste und weiteste Entfernung (unendlich) ablesen. Kürzeste Einstellentfernung: 0,75 Meter, Blendenbereich: 1,9 bis 16, Filtergewinde: M 38.