Die Unterwassergehäuse für die zweiäugige Rolleiflex oder die einäugigen Profi-SLRs Nikon F 5 oder das Heco-Mar-Gehäuse für die Exa Ia sind vielen Photographica-Sammlern und Fotografen wenigstens aus der Literatur bekannt. Aber ein spezielles Gehäuse für die zweiäugige Mamiya C 330? Das Deutsche Kameramuseum in Plech besitzt dank einer großherzigen Zustiftung der Familie Kuhn so eine Rarität. Eine Typenbezeichnung oder ein Herstellername ist nirgends zu entdecken, aber vermutlich handelt es sich um ein deutsches Fabrikat. Eine optische und technische Ähnlichkeit mit den Aquamarin-Gehäusen aus Darmstadt ist jedenfalls nicht von der Hand zu weisen.
Die Mamiya C 330 Professional S, die hier im Unterwassergehäuse abgebildet ist, besitzt ein Aufnahmeobjektiv Mamiya-Sekor 1:2,8/80 mm (Seriennummer 717201), ein dreigliedriger Fünflinser; das Sucherobjektiv mit den gleichen Eigenschaften trägt die Nummer 717040. Sehr schön ist der Anschluss der Bedienelemente wie Filmtransport, Schärfeeinstellung und Auslöser zu erkennen.
Die Unterschiede zwischen dem Vorgängermodell Mamiya C 330 F und der C 330 S sind nur minimal. Im Wesentlichen hat die „S“ stabilere Außenschalen. Bedientechnisch bestehen keine Unterschiede zwischen den beiden Modellen. Die Professional S kam 1983 als letzte Version der Baureihe auf den Markt.
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