Einäugige Spiegelreflexkamera (1972-1974) für den Rollfilm 120/220 (Aufnahmeformat 6 x 7 cm), manuelle Schärfeeinstellung, Zahnstangeneinstellung, Lichtschachtsucher (wechselbare Einstellscheibe), mechanischer Zentralverschluss (bis 1/400 Sekunde), manuelle Belichtungssteuerung. Objektivanschluss: Mamiya RB-Bajonett, hier mit Normalobjektiv Mamiya-Sekor C 1:3,8/90 mm (Seriennummer 48928).
Details: Aufnahmeformat: nominal 6 x 7 cm (effektiv: 56 x 68 mm – auch für Magazin 4,5 x 6 (effektiv: 42 x 56 mm). 10 Aufnahmen auf Rollfilm 120; mit speziellem Magazin 20 Aufnahmen auf Rollfilm 220; bei Magazin 42 x 56 mm 16 Aufnahmen auf Rollfilm 120.
Lichtstarkes Normalobjektiv Mamiya-Sekor 1:3,8/90 mm
Normalobjektiv: Mamiya-Sekor 1:3,8/90 mm oder 1:3,8/127 mm; Filtergewinde 77 mm bei beiden Objektiven; beide Objektive mit Zentralverschluss. Zahnstangeneinstellung der Schärfe, eingebauter Balgen für Makroaufnahmen.
Mechanisch gesteuerter Seiko-Zentralverschluss 1/400 bis 1 Sekunde und T; kein Selbstauslöser. Blitzsynchronisation: X und M mit jeder beliebigen Verschlusszeit. Mechanischer Schutz vor Auslösung bei eingeschobenem Magazinschutz. Hebelschwung für Spiegel-/Verschlussaufzug am Kameragehäuse funktioniert nur, wenn der Metallschieber vor dem Magazin entfernt ist. Der Schwingspiegel bleibt nach der Belichtung oben und kehrt erst nach Hebelbetätigung für Spiegel-/Verschlussaufzug in die Ausgangslage zurück.
Verschiedene Suchertypen, auch mit TTL, lieferbar
Mattscheibe mit horizontalem Schnittbildindikator; gegen andere Mattscheiben, auch mit Mikroprismen, auswechselbar. Suchereinsätze: Faltlichtschacht; starrer Lichtschacht ohne und mit TTL-Belichtungsmessung; Sport-Rahmensucher; Prismensucher ohne und mit TTL-Belichtungsmessung (je 30°-Einblick).
Vorteile: extreme Naheinstellung, große Objektivauswahl mit guter Brennweitenabstufung, ausgezeichnete Abbildungsqualität, drehbares Rückteil (Hoch-/Querformat), Wechselmagazine und Polaroidansatz, sehr vielseitig.
Nachteile: Format für Diaprojektion weniger geeignet (es gibt nur wenige manuelle und einige sehr teure automatische Projektoren für das 6 x 7-Format, etwa von Götschmann); langsam, groß und schwer.
Im Museum mit Handgriff (mit Fernauslösertaste), Zwischenringen für noch extremere Nahaufnahmen, seltenem Packfilmteil und dem klassischen Polaroid-Rückteil.
Siehe auch: Mamiya RB 67 Professional S.