Späte Version der Kamera Juwella des Balda Werks (Max Baldeweg GmbH, Dresden), eine Klapp-/Speizenkamera für Rollfilm 120, Baujahr etwa 1939. Besonderheit gegenüber der Standard-Juwella: Neben dem Negativformat 6 x 9 cm erzeugt sie mit einer Maske auch Negative des Formats 4,5 x 6 cm. Sie hat einen Filmtransportknopf, während die ältere Variante der Juwella einen Knebel zum Filmtransport hat. Die Kamera wurde auch unter anderen Namen vertrieben, unter anderem unter der Marke Noris (Ernst Plank Nürnberg) und Rodenstock, teils mit entsprechender Namensprägung auf der Belederung, teils ohne.
Das Museumsexemplar hat keine Lederprägung. Da es mit einem Objektiv von Rodenstock ausgestattet ist, kann es sich um eine von Rodenstock vertriebene Variante handeln. Eingebaut ist ein Anastigmat Trinar 1:4,5/10,5 cm mit Frontlinsenfokussierung in einem Zentralverschluss Prontor von Gauthier. Verschlusszeiten: 1/25 bis 1/125 Sekunde plus T und B sowie Vorlaufwerk. Neben einem Brillantsucher hat sie einen Rahmenklappsucher mit zweitem Rahmen für das kleinere Negativformat.