Kochmann

Franz Kochmann gründete seine Kamerafabrik im Jahre 1921 in der Blasewitzer Straße 64/66 in Dresden. Geboren im Jahr 1872, war er zu diesem Zeitpunkt bereits 49 Jahre alt. Zunächst entwickelte er unter der Bezeichnung „Enolde“ verschiedene Kameratypen (Platten-, Spiegelreflex- und Rollfilmkameras). Bekannter sind seine ab 1931 gefertigten Sucherkameras namens „Korelle“ mit Filmformaten von 3 x 4 bis 6 x 6 Zentimetern. Die berühmteste Kamera aus seinem Hause war sicher die Reflex-Korelle 6 x 6, von 1935, deren Gehäuseform regelrecht Schule machte (Praktisix). Kochmann führte sein Unternehmen bis 1938, wurde dann aufgrund seiner jüdischen Abstammung von den Nationalsozialisten enteignet und floh mit seiner Ehefrau in die Niederlande. In Den Haag überlebte er, anders als viele seiner Verwandten, die Naziverfolgung. Bei dem niederländischen Kameraunternehmen Vena war er an der Entwicklung des Kameramodells Venaret von 1949 beteiligt. Kochmann starb im Jahr 1956.