Konishiroku Konica I Cs

Konishiroku Konica I Cs
Bild: Lutz Steinfurth

Die Konishiroku Konica I (Modell Cs), eine Messsucherkamera ohne Parallaxenausgleich aus schwarz beledertem Metall, wurde ab 1948 produziert. Diese Version ist ein Folgemodell der Konishiroku Konica I Modell C. Einzige Unterschiede sind der Verschluss und die Blitzsynchronisation.

Ähnlichkeiten mit der Leica sind durchaus vorhanden

Das Museumsexemplar besitzt die Seriennummer 37439. Eine gewisse Anlehnung an die Leica ist erkennbar. Mit der Konica I betrat Konishiroku die Welt der 35-mm-Fotoapparate für den Film 135 (Negativformat: 24 x 36 mm). Sie wurde aus dem Ende der 1930er-Jahre erdachten Prototyp „Rubikon“, der während des Zweiten Weltkrieges als Röntgenkamera genutzt wurde, weiterentwickelt. So richtig überzeugt war man nicht, denn bis 1960 produzierte Konishiroku parallel noch Mittel- und Großformatkameras. Das Sucherfenster hat keinen Leuchtrahmen.

Zum Vorspulen muss ein vertieft angebrachter Knopf rechts neben dem Suchereinblick gedrückt und der Vorspulknopf eine Runde gedreht werden. Eine Doppelbelichtungssperre gibt es nicht. Das Öffnen der Rückwand (Scharnier) erfolgt über einen großen Drehknopf auf der Unterseite, der dann niedergedrückt werden muss. Das Stativgewinde ist auf dem Boden seitlich angebracht. Die Kamera ist mit „Made in Occupied Japan“ im Leder auf dem Boden beschriftet. Im Inneren ist eine zweite sechsstellige Nummer angebracht, deren Bedeutung aber nicht geklärt ist.

Keine Entfernungsskalen in Meter oder Feet

Das Objektiv ist ein Konishiroku Hexar 1:2,8/50 mm, Seriennummer 27589, fest eingebaut und versenkbar. Der Konirapid-S-Verschluss (Seriennummer 911860) hat B, 1 bis 1/500 Sekunde mit Drahtauslöseranschluss sowie Blitzsynchronisation und muss separat gespannt werden. Erst mit der Konica III wurde dies geändert. Auf dem Objektivring ist eine Skala zum Ablesen der Tiefenschärfe graviert. Keine Angabe in Meter oder Feet, nur Zahlen. Im Unterschied zu Leitz, Nikon und anderen Messsucherkamera-Produzenten waren Wechselobjektive kein Thema.

Nettes Gimmick: Ist der Zentralverschluss nicht gespannt, erscheint ein Hebel im Sucherfenster.

Siehe auch: Konishiroku Konica I (Modell C).

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Weitere Informationen
Erstellt: 15.08.2026

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Objektdaten

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ID Sammlung Kurt Tauber
103564
Fotoapparate analog Kategorie/Typ
Kleinbildkamera, Kleinbildsucherkamera, Messsucherkamera
Firma / Produktion
Land / Produktion
Japan
Fotografischer Film / Konfektion (Foto)
Kleinbild 135
Negativformat fotografischer Film
24 x 36 mm
Filmtransport
manuell
Entfernungsmesser
ja
Belichtungsmesser
nein
Belichtungssteuerung
manuell
Objektiv-Anschluss
Objektiv fest eingebaut
Lichtstärke (bei Festbrennweite)
1:2,8
Festbrennweite (mm)
50
Kleinste Blende
22
Fokussierung
manuell
Bildstabilisator Kamera
nein
Verschlusstyp
Zentralverschluss
Verschluss manuelle Belichtung
B
Verschluss längste Zeit
1 s
Verschluss kürzeste Zeit
1/500 s
Blitz
Zubehör mit Kabelkontakt
Datenrückwand
nein
Produktionszeitraum ab
1948
Produktionszeitraum bis
1951
Entstehungszeitraum Dekade
1945-1950
Gehäusematerial
Metall (Alu, Messing, Guss usw.), Belederung
Abmessungen (ca. in cm)
13,5 x 7,5 x 5 (mit eingeschobenem Objektiv)
Gewicht (g)
603
Museumsobjekt Seriennummer
37439
Museumsobjekt Zugangsdatum Jahr
2026
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